Magdeburg l Traditionell wird dieser Tag mit einem Umzug und einem Fest im Magdeburger Stadtpark gefeiert. Alina Bach und Alexander Bähr gehören zu den Organisatoren des bunten Treibens. „Die Teilnehmer aus allen Magdeburger Schulen treffen sich auf dem Domplatz. Dort beginnt zwischen 12 Uhr und 12.15 Uhr der traditionelle Umzug“, berichtet Alexander Bähr. Der Zug, angeführt von einem Musik-Truck, bewegt sich dann über die Hegelstraße und die Sternbrücke in den Stadtpark. Dort soll die Party zwischen 14 und 16 Uhr ausklingen. „Kommt ganz auf die Stimmung und das Wetter an“, sagt Alexander Bähr. 18 Ordner sollen für einen sicheren und friedlichen Ablauf des Umzugs sorgen, sie dienen den Teilnehmern auch als Ansprechpartner.

Verhaltenstipps von Behörden

Vor zwei Jahren kam es zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem „letzten Schultag“ zu „nicht mehr hinnehmbaren Begleiterscheinungen“. Deshalb haben sich das Ordnungsamt der Stadt und das Polizeirevier Magdeburg entschlossen, in diesem Jahr vorbeugend auf bestehende Risiken und empfohlene Verhaltensweisen aufmerksam zu machen. Auch wurde bereits ein offener Brief an den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen verteilt.

Jugendschützer im Einsatz

Die Abiturienten seien meistens 18 Jahre oder älter, weshalb keine jugendschutzrechtlichen Maßnahmen durchgeführt werden können, so Stadt und Polizei. Da sich höchstwahrscheinlich jedoch auch Minderjährige im Bereich der „Feierlichkeiten“ aufhielten, würden neben polizeilichen Einsatzkräften auch zivile Jugendschützer des Ordnungsamtes mit vor Ort sein.

Der offene Brief im Wortlaut

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,

der „Letzte Schultag“ ist zu Recht einer der bedeutendsten Tage für jede Schülerin und jeden Schüler. Auch in Magdeburg freuen sich die meisten Abiturienten/innen auf diesen Tag und feiern ihn gemeinsam im Stadtpark Rotehorn.

In den vergangenen Jahren haben sich zum „Letzten Schultag“ viele junge Menschen im Stadtpark getroffen, bei denen es sich nicht nur um Abiturienten handelte. Ihre Feier hatte am Ende leider nicht mehr viel von einem gemütlichen Beisammensein. Im Gegenteil: Die Polizei war bis spät in der Nacht im Einsatz und musste eine Vielzahl an Straftaten aufnehmen: von gefährlicher Körperverletzung bis zu räuberischem Diebstahl. Die Rettungskräfte waren aufgrund der vielen Notfälle gezwungen, ein Notarztzelt aufzubauen.