Umleitung am 2. April

Der Hauptbahnhof ist am Sonntag zwischen 0 und etwa 15.45 Uhr dicht. Die Busse des Schienenersatzverkehrs verbindet diesen mit den Bahnhöfen in Biederitz, Buckau, Neustadt und Niederndodeleben sowie den Haltepunkten dazwischen.

Ab und zum Bahnhof Neustadt fahren die meisten Züge des Nahverkehrs in den Richtungen Berlin, Dessau, Leipzig, Wittenberg, Wittenberge, Wolfsburg und Uelzen. Wenige Züge fahren nur bis Barleben, Biederitz und Wolmirstedt.

Ab und zum Bahnhof Niederndodeleben fahren die Züge des Nahverkehrs aus und nach Braunschweig.

Ab und zum Bahnhof in Buckau fahren die Züge aus und in Richtung Halle, Halberstadt und Erfurt. Die Züge aus und in Richtung Aschersleben haben Schönebeck als Endpunkt.

Im Fernverkehr fahren die Zuge mit Halt in Neustadt über Dessau und Bitterfeld aus und nach Leipzig und Dresden.

Die Mitnahme von Fahrrädern ist im Ersatzverkehr nur eingeschränkt möglich. Die Deutsche Bahn empfiehlt den Reisenden, sich im Vorfeld über die Verbindungen zu informieren. Kundenbetreuer und zwölf Reisenden­lenker helfen am Sonntag bis zum Ende der Sperrung den Fahrgästen.

Notwendig ist die Vollsperrung für eine Reihe von Arbeiten. Zum einen muss die Software für die Steuerung des Verkehrs auf dem Hauptbahnhof ins System eingespielt werden. Außerdem müssen aber auch noch fehlende Wege und Übergänge fertiggestellt werden, Ausschilderungen komplettiert und die dann außer Betrieb genommenen Gleise 6 bis 8 abgesperrt werden. (ri)

Magdeburg l Der Magdeburger Hauptbahnhof ist am Sonntag für knapp 16 Stunden dicht, damit die Deutsche Bahn einen neuen Bauabschnitt beim Umbau des Magdeburger Hauptbahnhofs in Angriff nehmen kann. Mit der Sperrung gibt es Busverbindungen zu den Ersatzbahnhöfen.

Ab etwa 15.45 Uhr soll der Zugverkehr auf dem wichtigsten Bahnhof in Magdeburg dann wieder rollen. Damit gehen neue Bahnsteige anstelle der Gleise 6 bis 8 in Betrieb. Mit dabei ist das Gleis 9, das zunächst für die Verbindungen des HEX nach Oschersleben, Halberstadt und Thale vorgesehen ist. Es handelt sich um ein Sackgleis, das bereits früher auf dem Hauptbahnhof genutzt wurde.

Behelfsbahnsteige im Hauptbahnhof

Neu für den Personenverkehr sind die Gleise 10 und 13 – normalerweise werden sie für den Güterverkehr genutzt. Birgit Hartmann leitet seitens der Deutschen Bahn den Bau am Eisenbahnknoten und erläutert: „Die Behelfsbahnsteige bestehen aus Gitterrostelementen und sind mit Wetter- schutzhäuschen sowie Sitz- möglichkeiten ausgestattet.“

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Geplant ist, dass von Gleis 10 die Züge nach Burg und Berlin fahren. Zu erreichen ist dieses über Bahnsteig 8. Dabei wird sich der Übergang von diesem alten Bahnsteig im Zuge des Baufortschritts immer wieder verschieben. Und solange über das Gleis 8 Baumaterial transportiert wird, werden Posten den Übergang immer wieder kurzzeitig sperren.

Das Gleis 13 ist nur über eine Treppe sowie eine Rampe am Konrad-Adenauer-Platz zu erreichen. Hier halten die IC-Züge in Richtung Leipzig und Dresden. Karin Meyer ist Chefin des Magdeburger Bahnhofsmanagements und sagt: „Die Wege sind länger – aber wir haben ausgemessen, dass bei normaler Schrittgeschwindigkeit zwischen Gleis 1 und 13 rund sieben Minuten benötigt werden.“

Besondere Bedingungen für die Bahn

Kaum möglich ist es, die Züge länger anzuhalten. Grund: Die Bahn muss auf dem Hauptbahnhof wie in den vergangenen Monaten mit besonderen Bedingungen klarkommen. Sprich: Der Verkehr ballt sich, da nach wie vor mehrere Gleise gesperrt sind, auf beengtem Raum. Und das bedeutet, dass Züge die Gleise für die nachfolgenden freimachen müssen. Sie sagt: „Wir haben für die Beratung an den Bahnsteigen neue Mitarbeiter und werden in den kommenden Wochen beobachten, wie groß die Nachfrage ist.“

Da die Arbeiten an den Gleisen 6 bis 8 nicht allein den Bau an Schienen, Brücken und Technik bedeuten, sondern auch eine Modernisierung der Bahnsteige selbst, dringen die Arbeiten in den kommenden Monaten in den Fußgängertunnel vor. Denn dort werden die Zustiege für alle neuen Aufzüge eingebaut, so dass die Bauarbeiter hier Platz benötigen. Karin Meyer: „Daher bitten wir gerade Radfahrer, den Weg durch den Fußgängertunnel nur zu nutzen, wenn die Routen über die Walther-Rathenau-Straße oder den Hasselbachplatz tatsächlich nicht infrage kommen.“

Brandschutz beachten

Dessen ungeachtet laufe das Prüfungsverfahren, wie der Transport von Fahrrädern über die Treppe zwischen Fußgängertunnel und Empfangshalle verbessert werden soll. Karin Meyer: „Dabei haben wir vor allem Radfahrer im Blick, die per Bahn an- oder abreisen.“ Man möchte eine hochwertige Lösung schaffen – sofern diese der Brandschutz zulässt. Eine Antwort von diesem stehe aber noch aus, so dass über eine Verwirklichung des Vorhabens noch nicht abschließend entschieden sei.