Magdeburg l Die Halle, in der die Ottojaner ihre Sachen lagern, liegt gut gesichert am Universitätsgelände. Es gibt in der Nähe einen Wachmann, das Gelände ist umzäunt. Trotzdem war es Einbrechern Ende November gelungen, in die Halle zu gelangen. Den Einbruch bemerkten die Ottojaner erst später.

Die Täter durchwühlten sämtliche Räume und entwendeten alles, was man schnell zu Geld machen kann. „Uns wurde die komplette Musikanlage gestohlen“, sagt Ulrich Stresow. Auch Werkzeug, Lampen, Kabel und die Nebelmaschine ließen die Einbrecher mitgehen. „Würde unsere Feier morgen stattfinden, müssten wir absagen. Wir haben nichts mehr. Nur noch alte Kostüme“, sagt Stresow.

Nun sollen Spenden gesammelt werden. In einem Aufruf haben sich die Ottojaner an die Magdeburger Narren gewandt. Denn am 6. Februar steigt im Alten Theater die 62. Session der Karnevalisten. Das Motto für die Feier: „Ottos Monsterparty – Bis(s) zur Narrenstunde“. „Wir hoffen auf 1000 Teilnehmer“, sagt Stresow.

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Spaßmacher vom Pech verfolgt

Dabei ist der Einbruch nicht der erste Rückschlag für den Verein. Vor Jahren brannte das Lager aus. Jugendliche hatten die Halle – damals noch an einem anderen Standort – in Brand gesteckt. Eine Spendenaktion, an der sich viele Magdeburger Vereine beteiligten, half den Ottojanern. Vor ungefähr zehn Jahren räumten Einbrecher dann das heutige Lager zum ersten Mal aus. Damals hatte die Versicherung den Schaden noch beglichen. Doch dieses Mal wird das nicht der Fall sein. „Die Prämien sind zu hoch. Das könnten wir uns gar nicht leisten“, sagt Stresow. Der Verein hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Ermittler sicherten Spuren. Doch Hinweise auf die Täter gibt es bislang nicht. „Es müssen aber Einbrecher mit Deutschkenntnissen gewesen sein“, ist sich Stresow sicher. Denn es wurden mehrere Lampen zurückgelassen, die einen „Defekt“-Aufkleber hatten.

„Trotz aller Probleme freuen wir uns auf die 62. Session und hoffen, dass wir sie gemeinsam mit unseren Fans und Unterstützern erfolgreich stemmen können.“

Die Ottojaner suchen Spender. Kontakt kann über die Internetseite aufgenommen werden: http://www.uni-magdeburg.de/ottojaner/.