Magdeburg l Gleich zwei gute Gründe zum Feiern hatten die Rothenseer Feuerwehrkameraden am 17. Juni 2017: Mit Festumzug, Hüpfeburg und Livemusik wurden nicht nur 25 Jahre Jugendfeuerwehr, sondern auch zehn Jahre Kinderfeuerwehr gebührend bejubelt. Mit Blaulicht und Sirene zogen am Sonnabendvormittag ein Dutzend Einsatzfahrzeuge durch die Straßen im Stadtteil Rothensee. Vorneweg die Feuerwehrblaskapelle, dazwischen nicht nur die Rothenseer Kameraden, sondern auch jede Menge Gäste.

Feuerwehr gründete sich 1992

Der Rothenseer Wehrleiter Thomas Rohde erinnerte am Sonnabend an die Anfänge 1992, an die ersten Kameraden, die in Rothensee mit Bollerwagen zur Brandbekämpfung loszogen. An das Jahr 2007, als die Jugendwehr zusammenzubrechen drohte. Heute – 25 Jahre später – gehören 25 Mädchen und Jungen in Rothensee zur Jugendwehr und – 10 Jahre später – sind ein Dutzend Kinder Teil der Kinderwehr.

Unter anderem hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren in Diesdorf, Prester, Glindenberg und Olvenstedt aus diesem Anlass Geschenke dabei. Sowie auch der Stadtjugendwart Robert Heinemann. Er machte in seinem Grußwort an die mehr als einhundert Gäste deutlich: „Es gab Zweifler, ob Kinderwehren wirklich die Mitgliederprobleme lösen können.“ Doch schon jetzt könne man beobachten: „Es funktioniert.“

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Jeder Dritte bleibt in der Feuerwehr

Mehr als 90 Kinder sind in Magdeburg Teil einer Kinderwehr der Freiwilligen Feuerwehren. Und mehr als 30 Prozent dieser jungen Mitglieder seien in den vergangenen Jahren in die Jugendfeuerwehren übergetreten. Das beste Beispiel: Pascal Grobleben. Der heute 18-Jährige gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Rothenseer Kinderwehr. Und am Sonnabend steht er in den Reihen der aktiven Kameraden der Rothenseer Wehr – nach erfolgreich bestandenem Grundlehrgang.

Pascal Grobleben könne sich sogar vorstellen, irgendwann für die Berufsfeuerwehr zu arbeiten. Genau wie der 12-jährige Lennox Amme von der Diesdorfer Jugendfeuerwehr. Er und seine jungen Kameraden mischten sich am Sonnabend unter die Partygäste. Seit mehr als einem Jahr ist der Schüler bei den wöchentlichen Treffen dabei. Warum Jugendfeuerwehr? „Weil wir uns gut fühlen, wenn wir helfen können.“ Sein Kamerad, der elfjährige Adrian Zemke, fügte hinzu: „Weil wir im Notfall helfen können.“ Und der elfjährige Philipp Scholz von den Diesdorfer Kameraden stellte klar: „Weil es einfach viel Spaß macht und man neue Freunde findet.“

Die neuen Freunde konnten am Sonnabend ausgelassen hüpfen, bowlen, eine Runde mit dem Feuerwehrauto fahren oder zur Musik auf der Bühne wippen. Am Abend wurde dann die Tanzfläche für die Großen freigemacht.