Magdeburg l Langsam ist es wohl für niemand mehr eine Überraschung: Im Kiosk am Platz vor dem Gesundheitsamt in Magdeburg werden weiter Pizzen verkauft. Obwohl die Stadtverwaltung Magdeburg zum wiederholten Mal einen Auszugstermin genannt hatte, dürfen die Kioskbetreiber vorerst weiter ihren Imbiss dort nutzen.

Die Stadt Magdeburg möchte dem Platz an der Lübecker Straße mit seinem tristen DDR-Charme eine Schönheitskur verpassen. In den Planungen spielt der Kiosk allerdings keine Rolle. Ursprünglich sollte er deshalb bereits vor einem Jahr abgerissen werden, um mit der Sanierung beginnen zu können.

Räumungsklage erfolgreich

Doch weil die Betreiber keinen neuen Standort für ihren Imbiss finden konnten, gewährte ihnen die Stadtverwaltung immer wieder einen Aufschub. Schließlich kam es doch zur Räumungsklage, im Juli 2017 entschied das Landgericht, dass das Objekt bis Mitte August beräumt werden muss.

Doch wieder verstrichen dieser Termin sowie weitere ohne Ergebnis. Anfang Dezember hieß es von der Stadtverwaltung Magdeburg schließlich, dass nunmehr der 31. Dezember 2017 als Auszugs­termin feststehe.

Magdeburg kommt Betreiber entgegen

Und wieder geschah: nichts. Laut Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra ist das zunächst auch nicht problematisch, weil im ersten Bauabschnitt der Kiosk noch keine Rolle spielt. Eine Behinderung des Baubeginns sei somit nicht zu befürchten, sagt sie. „Die Stadtverwaltung kann den Betreibern, deren Ausweichobjekt noch nicht bezugsfertig ist, zunächst weiterhin entgegenkommen“, erklärt sie weiter.

Im März 2018 soll die Umgestaltung des Platzes beginnen, mit einer geplanten Bauzeit bis Mitte Juni.