Magdeburg l Für eine ökologische Landwirtschaft hat der „Bund für Umwelt und Naturschutz“ (BUND) am Donnerstag am Alten Rathaus demonstriert. Mit dabei war ein „aufgebrachtes Huhn“, das von einem BUND-Mitglied gespielt wurde.

Mit dem Protest fordert der BUND „eine Abkehr von industrieller Intensivtierhaltung, Gentechnik und rücksichtslosen Ertragssteigerungen auf dem Rücken von Menschen, Tieren und Umwelt“. Gleichzeitig riefen der BUND und seine Nachwuchsorganisation „BUNDjugend“ zur Teilnahme an einer „Wir haben es satt!“-Demonstration auf, die am 21. Januar in Berlin stattfinden soll. „Für unser billiges Fleisch zahlen wir einen hohen Preis: ausgebeutete Arbeitnehmer, mit Nitrat verseuchte Gewässer, ungebremstes Artensterben und jede Menge Tierleid in den Ställen“, so Julia Wendenkampf, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim BUND Sachsen-Anhalt. Schon jetzt zeichne sich weltweit ab, dass die hohen Erträge, die der Natur mit technischem Höchstaufwand entrissen würden, in naher Zukunft ausbleiben würden. Zurück blieben ausgelaugte Böden und irreparabel zerstörte Ökosysteme. „Wenn wir jetzt nicht in Richtung einer nachhaltige Landwirtschaft umsteuern, dann ist es bald zu spät!“, sagte Julia Wendenkampf

Jährlich findet parallel zur Grünen Woche in Berlin die Demonstration „Wir haben es satt!“ statt. Erstmals sollte auch in Magdeburg mit der Kundgebung ein Zeichen für fairen Handel und nachhaltige Landwirtschaft gesetzt werden. „Wir brauchen jetzt eine Agrarwende – für die Tiere, für die Natur, aber vor allem auch für die Verbraucher, die gesunde Lebensmittel wollen“, erklärte Julia Wendenkampf. Dazu gehöre auch, die Förderrichtlinen für die Landwirtschaft auf mehr Nachhaltigkeit auszurichten.