Magdeburg/Dortmund l Der Tatort aus Dortmund mit den Kommissaren Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt) und Nora Dalay (Aylin Tezel) hat sich Magdeburg als einen von mehreren Drehorten ausgesucht. Hintergrund ist, dass Teile des Films in einer Justizvollzugsanstalt spielen und Magdeburg mit dem leeren Knast an der Halberstädter Straße ideale Bedingungen bietet.

Das Gefängnis ist trotz der zwischenzeitlichen Nutzung als Kunstobjekt noch so gut als solches zu erkennen, dass es sich als Kulisse hervorragend eignet. Noch viel entscheidender ist: Das Team kann hier in Ruhe drehen. In einem echten Knast wären zahlreiche Auflagen und Genehmigungen zu erfüllen gewesen.

Tatort-Handlung war Geheimnis

Ein Geheimnis bildete bisher aber noch die Handlung für den Tatort, für den es noch keinen Sendetermin gibt. Der Westdeutsche Rundfunk, in dessen Verantwortung der Dortmunder „Tatort“ gedreht wird, gab erstmals Einblick in Titel und Handlung. Danach wird der Krimi den Titel „Tollwut“ tragen. Magdeburg wird dabei als Drehort im Film nicht thematisiert. Die Szenen werden in das Ruhrgebiet verlegt.

Inhalt: Der Tod eines Häftlings gibt der Dortmunder Mordkommission Rätsel auf: Er starb an den Folgen einer Tollwutinfektion, die er sich im Gefängnis zugezogen haben muss. Doch die Ermittlungen in der JVA gestalten sich alles andere als einfach, zumal die Kommissare erstmals nur zu dritt ermitteln.

Wie konnte sich Doppelmörder infizieren?

Das Opfer saß seit vier Jahren ein: Wie konnte sich der Doppelmörder Michael Strecker in der Haft mit dem Rabiesvirus infizieren? Normalerweise wird der Tollwut-Erreger über den Speichel von Tieren übertragen. Die JVA-Leiterin Angelika Zerrer (Ulrike Krumbiegel: „Mutter jetzt reicht’s“, „Unter der Haut“) ist alarmiert. Wenn sich die Todesursache herumspricht, würde sich unter den 600 Inhaftierten schnell die Angst vor Ansteckung breitmachen.

Bei ihren Ermittlungen treffen die Dortmunder Kommissare auf ihren alten Weggefährten Jonas Zander (Thomas Arnold: „Tatort – Eine andere Welt“, „Zivilcourage“). Der ehemalige Rechtsmediziner ist jetzt als Gefängnisarzt tätig und weiß: Strecker war vor einigen Wochen im Knast in eine Messerstecherei verwickelt.

Sendetermin steht noch nicht fest

Und dann ist da auch noch der Serienmörder Markus Graf (Florian Bartholomäi: „Deutschland 83“). Er wurde kürzlich in die JVA nach Dortmund verlegt. Kommissar Faber ist überzeugt, dass Graf auch seine Frau und seine Tochter auf dem Gewissen hat, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren. Könnte Graf nun auch als Drahtzieher hinter den Ereignissen stecken? Diese Vermutung ihres Chefs geht Kommissarin Nora Dalay dann doch zu weit …

Wie es ausgeht, wird natürlich vom Sender nicht verraten. Auch einen Sendetermin gibt es noch nicht. Allerdings dürfen sich Magdeburger möglicherweise auf das ein oder andere Gesicht freuen. Für den Dreh im Exgefängnis in Sudenburg waren Dutzende Komparsen aus Magdeburg und Umgebung angeworben worden, die Gefängnis-Insassen spielen.