Magdeburg l Tragische Wende in der Rettungsaktion für zwei herrenlose Welpen in Magdeburg. Nachdem die Polizei im Stadtteil Neu-Olvenstedt zwei kleine Hunde aus einer Tonne befreit hatte, ist einer der Welpen verstorben. Das bestätigte Tierheimleiter Andreas Reichardt der Volksstimme. "Der Rüde hat es nicht geschafft. Er ist bereits in der vorigen Nacht gestorben", sagte Reichardt.

Beide Mischlingshunde waren beim Auffinden völlig entkräftet und litten an einer Infektion. Das eine Tier, der Rüde, war so schwach, dass er kaum bei Bewusstsein war, berichtet der Tierheimleiter. Er überlebte die erste Nacht nicht.

Auch die Hündin ist sehr schwach. Sie werde warm gehalten und mit Flüssignahrung versorgt. Die Tierheimmitarbeiter unternehmen alles, um den kleinen Hund zu retten. "Wenn wir den Welpen über das Wochenende bekommen, wäre schon viel gewonnen", so Reichardt.

Derweil ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Unbekannte hatten die ca. 10 Wochen alten Hundebabys in eine Plastiktonne gesteckt und vor einer Arztpraxis in der Johannes-Göderitz-Straße abgestellt. Dort wurden die kleinen Vierbeiner am Dienstagmorgen entdeckt.