Ausleben l Es sind ganz verschiedene Bäume, beispielsweise Hybridpappeln, Ahorn- und Kirschbäume wie auch Kopfweiden, die jenen Feldweg zwischen Ottleben und Beckendorf säumen, der gleich hinter dem Schmiedeberg beginnt. Doch was mehrere Dutzend dieser Bäume eint, ist das Alter. „Diese Bäume sind schon sehr in die Jahre gekommen und damit vor allem für Spaziergänger eine Gefahr. Große Äste drohen abzubrechen und etliche Bäume sogar ganz umzustürzen“, wie Auslebens Bürgermeister Dietmar Schmidt sagt.

Und da sich die Gemarkung Ausleben bis kurz vor Beckendorf erstreckt, gehört dieser Weg der Gemeinde, für dessen Zustand sie demzufolge verantwortlich ist. „Bevor hier wirklich noch eines Tages etwas passiert und jemand zu Schaden kommt, handeln wir lieber“, sagt Dietmar Schmidt.

Die Vorbereitungen dazu haben schon vor einigen Jahren begonnen, erinnert der Bürgermeister und teilt weiter mit: „Das Thema ist frühzeitig im Gemeinderat behandelt worden, der dann vor drei Jahren beschlossen hat, dass dort alte durch junge Bäume ersetzt werden.“

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Und das soll nun im nächsten Jahr umgesetzt werden, nachdem inzwischen die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises das erforderliche grüne Licht dafür gegeben hat, „Mit der Auflage, die Bäume, die gefällt werden, im selben Bereich durch neue Bäume zu ersetzen“, sagt Schmidt. Da jedoch der eine oder andere Baum bereits selbst für Nachwuchs neben sich gesorgt hat, „müssen und werden wir nicht ganz so viele Bäume neu pflanzen, wie gefällt werden.“

Insgesamt ist vorgesehen, acht Feldahorn, zwölf Winterlinden und zehn hochstämmige Kirschbaume neu zu pflanzen. 11000 Euro hat die Gemeinde dafür bereitgelegt. „Außerdem werden die Kopfweiden an diesem Weg gründlich geschnitten“, kündigt der Bürgermeister an.

Doch während die neuen Bäume in der Vegetationszeit, also frühestens im nächsten Frühjahr gepflanzt werden, muss die Baumfäll- und Baumbeschneideaktion bereits am 28. Februar beendet sein. So sieht es das Bundesnaturschutzgesetz vor. Der Grund dafür ist vor allem der Artenschutz. Denn bereits im März legen unter anderem Vögel ihre Nist- beziehungsweise Brutplätze in Gehölzen an, auch die Revierwahl und Paarung der Vögel beginnt meist schon im zeitigen Frühjahr. Und mit der zeitlichen Vorgabe des Gesetzgebers sollen die Brut- und Lebensstätten wild lebender Tiere vor Beeinträchtigungen oder Zerstörungen bewahrt werden.

„Daran werden wir uns natürlich auch halten und frühzeitig die betroffenen Bäume fällen“, kündigt Dietmar Schmidt an, „um dann später all die neuen Bäume pflanzen zu lassen“.