Oschersleben l Bislang hielten sich die Einsätze des Winterdienstes der Stadtverwaltung Oschersleben in Grenzen. „Lediglich sieben Mal sind wir bislang ausgerückt. Dann haben wir in den Morgenstunden vereiste Straßen und Gehwege abgestumpft“, erklärt Fred Häbecke, verantwortlicher Sachgebietsleiter im Bauhof der Stadt. Wochentags werde um 5 Uhr begonnen, am Wochenende um 6 Uhr. Insgesamt zwölf Kollegen sind im Bereitschaftsdienst für den Winterdienst integriert. Fred Häbecke entscheidet am Vorabend, gegen 19.30 Uhr, ob die Kollegen in Bereitschaft versetzt werden, ob rausgefahren werden muss oder nicht. Ausschlaggebend sei auch der Wetterbericht. Zweimal am Tag bekomme die Stadt aktuelle Information vom Wetterdienst.

Für 96 Kilometer kommunaler Straßen plus Gehwege und Radwege ist der Winterdienst der Stadt Oschersleben verantwortlich. Um die Glätte von den Flächen zu „zaubern“, wird Salz aufgebracht. Lediglich in Alikendorf und in Kleinalsleben werde ein Splittgemisch verwendet. Das habe etwas mit in der Nähe befindlicher Gewässer zu tun. Der Salzeintrag solle so gering wie möglich gehalten werden. Derzeit sind noch rund 200 Tonnen Streugut eingelagert. So wenig wie möglich Salz solle verwendet werden. Zu diesem Thema weisen Fred Häbecke und Steffen Czerwienski auf folgenden wichtigen Umstand hin: „Das Salz braucht eine gewisse Einwirkzeit und es muss ‚arbeiten‘. Das funktioniert am besten, wenn Bewegung auf den Straßen ist, das Salz aufgespalten wird.“

Fünf Fahrzeuge für die Kernstadt

Für den Winterdienst in der Kernstadt stehen fünf Fahrzeuge zur Verfügung, für die drei bestehenden Arbeitsgruppen Süd, Nord und West in den Ortsteilen kommen weitere Fahrzeuge hinzu.

Aber Fred Häbecke und Steffen Czerwienski machen vor allem den Autofahrern klar: „Wir können nicht überall gleichzeitig sein. Jeder sollte im Winter einfach mehr Zeit einplanen und eben früher losfahren.“

Für den Winterdienst in der Kernstadt und in den Ortsteilen sei eine sogenannte Priorisierung von Straßen vorgenommen worden. Oberste Priorität haben beispielsweise Zuwegungen zum Krankenhaus in Neindorf, zu Kindertagesstätten und Grundschulen sowie abschüssige Straßenzüge. Niedrigste Priorität hätten dagegen Straßen in den Wohngebieten.

Auf Gehwegen besser Sand streuen

„Was wir in der Straßenreinigungssatzung, die auch den Winterdienst regelt, den Bürgern auferlegen, versuchen wir als Stadt ebenso zu realisieren. Das bedeutet, der Räum- und Streupflicht zwischen 7 und 20 Uhr bzw. 8 und 20 Uhr nach Beendigung des Schneefalls nachzukommen“, erklärt Steffen Czerwienski, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt.

Noch ein Hinweis: Laut Straßenreinigungssatzung der Stadt Oschersleben sollten die Bürger für das Abstumpfen der Gehwege kein Streusalz verwenden, sondern Sand oder Splitt. „Salz, in geringen Mengen, sollte nur auf festgetretenen Eis- und Schneerückständen zur Anwendung kommen“, macht Steffen Czerwienski deutlich.