Osterburg (fsc) l Zur „Adventsmusik im Kerzenschein“ am 1. Adventssonntag in der St.-Nicolai-Kirche konnte Pfarrerin Margaret Lipschütz viele Besucher begrüßen. Sie fanden auf dem Gestühl das Programm der beliebten vorweihnachtlichen Veranstaltung vor, aus dem ersichtlich war, dass dieses Mal kein Chor singen würde. So lud die Pfarrerin die Besucher ein, die auf dem Programmzettel vermerkten „bekannten, aber auch weniger bekannten Lieder kräftig mitzusingen“. Die St.-Nicolai-Bläser waren angekündigt und mit ihnen deren Leitung und 1. Trompete Jacob Lessing.

Mit dem ersten Adventssonntag beginnt auch sowohl nach evangelischer als auch katholischer Überlieferung das neue Kirchenjahr. Alle Lieder, die an diesem 1. Adventssonntag von den Musikern intoniert und von der Gemeinde gesungen wurden, hatten die Ankunft und Erwartung des Messias, des Erlösers, zum Inhalt, zum Beispiel „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, „Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein höchsten Bord“, „Wie soll ich dich empfangen, und wie begegne ich dir“ und andere. In ihrer ersten Lesung zum 1. Adventssonntag sagte Margaret Lipschütz, es müsse ja auch jemand da sein, der auf diesen Ankommenden, nämlich Gott selbst, wartet, auch wenn die Nacht hereingebrochen ist. Jemand müsse das Tor öffnen, um den Erwarteten einzulassen. Und das könnten nur die Menschen sein, die ihm Haus und Herz aufschließen. Der Choral „Der Morgenstern ist aufgedrungen“ ist für die Bläser und die Buchholzorgel, die von Paul Schröter aus Zedau gespielt wurde, bearbeitet worden. Orgel- und Klarinette-Passagen in einigen Liedern spielten Schröter und Magdalena Lessing. Die Gesamtleitung lag bei Kreiskantor Friedemann Lessing. Die Spenden im Kollektekörbchen dienen der weiteren Begleichung von Verbindlichkeiten im Rahmen der Rekonstruktion der Orgel.