Salzwedel (me) l In Salzwedel sind private Osterfeuer verboten, in der Einheitsgemeinde Arendsee jedoch nicht. Wer, wann und wo ein Feuer entzünden darf, war ein Thema der Bürgermeisterrunde mit Landrat Michael Ziche. Über ihre jeweiligen Gefahrenabwehrordnungen können Städte und Gemeinde bestimmen, welche Regelungen sie dahingehend treffen. „Das ist im Landkreis uneinheitlich und zum Teil auch missverständlich“, erklärte Landrat Michael Ziche auf Nachfrage der Volksstimme. Zudem könnten die Bürger nicht nachvollziehen, warum in ihrem Dorf keine privaten Feuer zu bestimmten Anlässen erlaubt sind, im Nachbardorf, das in einer anderen Kommune liegt, aber schon.

Deshalb soll das Ganze jetzt mit einer allgemeinen Regelung für den ganzen Landkreis, die demnächst erarbeitet wird, „harmoniert“ werden, wie Ziche erklärte.

Einschränkungen

Auch über die Verbrennungsordnung für Gartenabfälle, die mit einer Satzung des Kreises geregelt ist, wurde in der Frühjahrskonferenz gesprochen. In rund 50 Prozent aller Landkreise in Sachsen-Anhalt ist es inzwischen grundsätzlich verboten, Gartenabfälle zu verbrennen. Ein Grund dafür ist das Abfallkreislaufgesetz, das eine Verwertung von biologischen Abfällen vorschreibt und keine Vernichtung wie beim Verbrennen.

Wie damit im Altmarkkreis verfahren werden könnte, darüber wollte sich der Landrat mit den Bürgermeistern austauschen. Ein grundsätzliches Verbot sei nicht gewollt, erklärte er. Stattdessen soll es zeitliche und räumliche Einschränkungen geben. So könnte die Zeit der Gartenfeuer auf Oktober, November, März und April beschränkt werden, lautet ein Vorschlag. In den dazwischen liegenden Wintermonaten, sei ohnehin nicht allzuviel verbrannt worden, habe er beobachtet, so Ziche.

In der Nähe von bestimmten Einrichtungen wie Kindergärten, Kurkliniken, Krankenhäusern oder Schulen ist ein Verbot im Gespräch. Entscheiden darüber wird der Kreistag, nach Vorberatung in den zuständigen Ausschüssen.

Bei der ganzen Problematik sei zu berücksichtigen, dass mit der Einführung der Biotonne und einem ausgeweiteten Angebot an Wertstoffhöfen eine höhere Möglichkeit bestehe und genutzt werde, organisches Material zu entsorgen. „Diese Entwicklung müssen wir im Blick behalten“, sagte Ziche.