Salzwedel l Die Idee ist eigentlich recht simpel: Einkaufsgutscheine bringen Kunden in die Stadt und sie halten die Kaufkraft vor Ort. Insgesamt ist Jost Fischer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Salzwedel, deshalb guter Dinge, dass das Projekt realisiert werden kann. Die Resonanz der örtlichen Einzelhändler auf den Einkaufsgutschein bezeichnete Fischer als gut. „Einige haben bereits ihr Mitmachen zugesagt.“ Bislang wollen sich 15 Einzelhändler an der Aktion beteiligen – Tendenz steigend. Das ist auch notwendig, damit sich der Einkaufsgutschein in Salzwedel etablieren kann.

Schließlich will die Werbegemeinschaft, die momentan rund 200 Mitglieder hat, ein hehres Ziel erreichen: nämlich das Abwandern der Kaufkraft aus Salzwedel zu verringern. Gleichzeitig strebt der Zusammenschluss der Gewerbetreibenden an, durch den Gutschein Umsätze zu generieren. Deshalb sind auch sogenannte „Straßenbeauftragte“ benannt worden, die in persönlichen Gesprächen potenzielle Teilnehmer von der Idee überzeugen sollen.

Aufkleber für die Teilnehmer

Neben einer großen Bandbreite an Geschäften sollen auch Tankstellen, Gaststätten, Kino oder öffentliche Einrichtungen zum Mitmachen bewegt werden. Jeder, der an der Gutscheinaktion teilnimmt, wird einen Aufkleber mit dem Aufdruck „Ich bin dabei“ erhalten. Dieser, so der Plan Fischers, soll in den Schaufenstern aufgehängt werden, damit jeder Kunde weiß, wo er seinen Betrag einlösen kann. Dahinter steckt auch die Idee, „unter den Einzelhändlern ein Netzwerk aufzubauen“.

Allerdings musste die Werbegemeinschaft von dem Plan abrücken, einen teilbaren Gutschein auf den Markt zu bringen. Das sei aus verschiedenen rechtlichen Gründen nicht möglich. Als Besonderheit hatten sich die Initiatoren ausgedacht, dass der auf dem Gutschein eingetragene Betrag bis zu dreimal geteilt werden kann. Das hätte bedeutet, der Kunde würde nicht auf ein Geschäft festgelegt, sondern könnte die Summe bei mehreren Händlern ausgeben. Doch daraus wird nun nichts.

Momentan wird ein Entwurf des Gutscheins, der drei Jahre gültig sein soll, erstellt und in den nächsten Tagen und Wochen der Öffentlichkeit präsentiert. Dieser wird auf jeden Fall einen QR-Code enthalten, der eine unproblematische und wenig aufwendige Abrechnung garantiert.

Stadtverwaltung sagt Unterstützung zu

Fischer freut sich, dass die Stadtverwaltung der Werbegemeinschaft ihre Unterstützung zugesagt hat. Sie würde auch als Ausgabepunkt des Gutscheins fungieren – und zwar in der Tourist-Info. Die Werbegemeinschaft selbst plant, sobald die Aktualisierung der Homepage abgeschlossen ist, dort einen sogenannten Last-Minute-Kupon bereitzustellen, der kurzfristig und problemlos einen Kauf ermöglicht. Als Bezahlmodell soll PayPal dienen, das mit Computer, Smartphone oder Tablet genutzt werden kann.

Zu den Kosten: Mitglieder der Werbegemeinschaft sind mit einem einmaligen Betrag von 80 Euro dabei. Für Nichtmitglieder wird es teurer werden, wie hoch die Summe sein wird, darüber konnte Fischer noch nichts Genaues sagen.