Gnadau l Gemäß Feuerwehrgesetz Sachsen-Anhalt sind die Gemeinden verpflichtet, eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, zu unterhalten und für die notwendigen Ausrüstungen und Ausbildungen zu sorgen. Dieser gesetzlichen Vorgabe kommt Gnadau in der Regel auch nach. Doch manchmal bleiben wünschenswerte Anschaffungen auf der Strecke.

Mit den Mitgliedsbeiträgen und gesammelten Spenden möchte der neue Verein nun das Feuerwehrwesen im Ortsteil Gnadau unterstützen. „Das betrifft die Kinder- und Jugendfeuerwehr aber auch ganz praktische Dinge“, erzählt Ortswehrleiter Stefan Rößler.

Praktische Dinge? Der frisch gebackene Vorsitzende Hans-Jürgen Mühlenbein berichtet von einer Garage neben dem Gemeindehaus am Zinzendorfplatz, wo der alte Mannschaftstransporter (MTW) steht. „Der ist schrottreif, wir sollen einen neuen MTW bekommen, der aber 15 Zentimeter breiter ist“, so Mühlenbein. Nun müsse die Garage erweitert werden, da sonst die Anschaffung auf dem Spiel stehe. Der neue Förderverein will den Umbau gleich als erstes Projekt schultern. Es sollen Spenden eingeworben und auch selbst Hand angelegt werden.

Sponsoren-Suche

Wobei der Kontakt zu Sponsoren und damit die Spendenbeschaffung ganz oben auf der Agenda von Feuerwehr-Fördervereinen steht.

Hans-Jürgen Mühlenbein sieht in der Gründung des Vereins einen „erheblichen Beitrag zum Gedeihen der Ortsfeuerwehr sowie des Feuer- und Brandschutzes“.

Mühlenbein ist, ebenso wie Ex-Ortsbürgermeister Dietmar Schrader, seit vielen Jahren Ehrenmitglied der Wehr, die heute 16 aktive Kameraden hat. Zu letzteren zählt auch der amtierende Ortschef Andreas Gutsche.

Der Jahresbeitrag des Fördervereins beträgt 24 Euro. Bei der Gründungsversammlung gaben 23 Gnadauer einen Aufnahmeantrag ab.