Schönebeck l Mehr als 60 Veranstaltungen stehen an 24 Orten auf dem Programm. Zum Auftakt wird am Sonntag, 21. Mai, ab 13 Uhr zu einem Salzwanderweg durch Schönebeck eingeladen. Start ist am Industriemuseum, sagte Irene Mihlan, Geschäftsführerin des Magdeburger Tourismusverbands Elbe-Börde-Heide, gestern in der Elbestadt. Sie zeigte sich zufrieden, dass das Projekt Salzige Tour in kürzester Zeit zu einem Magnet geworden ist. 2015 als Ergänzung zur „Süßen Tour“ aus der Taufe gehoben, entwickelte sich das Interesse vieler Partner „ex­trem schnell“. Zu ihnen gehörten beispielsweise Museen, Heimatstuben, Hotels, Kirchgemeinden und Heimatvereine. Zu den Offerten gehören Führungen durch die Mineraliensammlung im Museum Schloss Bernburg, Sonderfahrten mit dem Salzlandexpress von Aschersleben über Staßfurt nach Zielitz sowie Bergtouren auf den Kalimandscharo bei Zielitz. Die „Salzige Tour“ führt über zum Teil uralte Handels- und Salzstraßen, auf denen man einst Salz über weite Strecken transportierte.

5000 Exemplare

Vor allem kleine Anbieter würden nach Einschätzung Irene Mihlans von den gemeinsamen Aktionen profitieren. Beredtes Beispiel für das immense Interesse seien allein die Faltblätter der diesjährigen Aktionswochen, von denen 5000 Exemplare gedruckt wurden. Eine zweite Auflage war notwendig geworden, um die Nachfrage befriedigen zu können.

Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) zeigte sich mit dem wachsenden Tourismus in der Region zufrieden. Allein in seiner Stadt würden jährlich im Durchschnitt 60.000 Übernachtungen gezählt. Wer sich auf die „Salzige Tour“ begebe, habe die Möglichkeit, sonst eher unbekannte Dinge zu entdecken. Salz, auch als das „Weiße Gold“ der Magdeburger Börde bezeichnet, habe seit Jahrhunderten Wohlstand in die Region gebracht. In der Gegenwart gelte es, an diese wirtschaftliche Bedeutung anzuknüpfen. Deshalb gebe es konkrete Bemühungen der Kommune, eine zweite Kurklinik in Bad Salzelmen anzusiedeln und einen Investor für einen Hotelneubau zu finden. Dies könne zwar nicht kurzfristig gelingen, gehöre aber zu den Visionen der Stadt.

Radweg nach Salzelmen

Deutlich schneller rechnet Knoblauch mit der Verbesserung der Anbindung vom Elberadweg nach Salzelmen. Die Planungen liefen und sollen bis zum Jahresende in die Realität umgesetzt werden. Mit einer neuen Verkehrsführung für Radler durch die Salzer Straße und einer verbesserten Ausschilderung werde es möglich, dass künftig Radtouristen über den Markt direkt in den Kurpark radeln könnten.

Viele Veranstaltungen finden im Kurpark von Bad Salz-elmen statt, erläuterte Sibylle Schulz, Betriebsleiterin des Soleparks. Dazu gehörten ein Rundgang am Abend und weitere begleitete Gästeführungen, teilweise in Kostümen unserer Altvorderen, durch den Kunsthof, den Kräutergarten sowie eine Pfännertour mit dem Besuch der Johanniskirche. Neu im Angebot sei zudem ein historischer Kurparkrundgang, der sich beispielsweise mit der Geschichte der Gebäude beschäftige.

Weitere Infos in den Schönebecker Stadtinformationen.