Biere l Den Feuerwehrmännern aus Biere liegt ihr Gerätehaus am Herzen. In ihrer Freizeit gestalteten sie deshalb in der Vergangenheit mit viel Eigenengagement die Fassade, die Decke und den Fußboden des Vereinsraumes. „Die Feuerwehr ist wie unser Zuhause“, sagt Ortswehrleiter Hans-Jürgen Schulze. Damit die Feuerwehr ihren Standort beibehalten kann und nicht umziehen muss, sei es nun an der Zeit, die Sanierung des Daches vorzunehmen. Der Ortswehrleiter weiter: „Die Ziegel lassen aufgrund ihres Alters Wasser durch, und die Latten sind marode, sodass das Dach an bestimmten Stellen durchhängt“. Normalerweise, so Schulze, hat ein Ziegeldach eine Lebensdauer von 30 Jahren. Die wurde schon deutlich überschritten. Zwar sind noch keine Löcher im Dach, aber in immer kürzeren Zeitabständen müssen die Ziegel mittlerweile ersetzt werden. Eigentlich sei eine Komplettsanierung dringend nötig, findet der Ortswehrleiter. Seine Befürchtung: „Wenn nicht bald etwas unternommen wird, droht die Gefahr, dass bei Regen die Feuchtigkeit bis aufs Holz durchdringt und die Holzbalken im Dachstuhl in Mitleidenschaft gezogen werden.“ Bauamtsleiter Georg Skorsetz sieht das ähnlich: „Wir haben versucht, das Objekt mit in das Stark-V-Programm zu nehmen, leider sind aber Feuerwehrobjekte nicht förderfähig“, sagt der Bauamtsleiter.

Nun versucht die Gemeinde Bördeland, das Dach aus Haushaltsmitteln zu finanzieren. Nach Schätzung des Bauamtsleiters soll das zirka 25 000 Euro kosten. In dieser Summe enthalten sind allerdings nur die nötigsten Sanierungsschritte. „Wir können mit den vorhandenen Haushaltsmitteln keine Dämmung einbauen, dass würde einfach den Rahmen sprengen“, weiß der Bauamtsleiter.

Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich ist indes zuversichtlich, dass die Baumaßnahmen noch in diesem Jahr angeschoben werden können, verkündete er kürzlich im Bierer Ortschaftsrat.

Der Plan nun: Mit einer Neueindeckung könnte der Schaden in Grenzen gehalten und größere Schäden am Objekt vermieden werden.

Ein zusätzliches Übel: Auf dem Dach befinden sich Schornsteine, die mittlerweile außer Betrieb sind. Sie drohen zusammenzufallen, weil sie sehr marode und verschlissen sind, sagt der Ortswehrleiter. Ob die maroden Schornsteine Gefahrenpotenzial bergen, werde die Verwaltung im Blick behalten, verspricht Georg Skorsetz.

Beraten wird über die Sanierung im Gemeinderat am 25. Oktober, an diesem Tag soll der Beschluss über die Vergabe der Baumaßnahmen gefällt werden.