Welsleben l Am frühen Dienstagmorgen ist unweit der Ortseinfahrt Welsleben ein Lkw-Fahrer von der Fahrbahn abgekommen und im Straßengraben gelandet. Das mit Schrott beladene Fahrzeug drehte sich dabei auf die Seite und kam nahezu kopfüber zum Liegen. Nach Angaben der Feuerwehr musste der Fahrer aus dem Fahrerhaus herausgeschnitten werden. Um den Mann zu bergen, schnitten Feuerwehrleute in die Rückwand der Fahrerkabine einen zweiten Zugang.

22 Kameraden der freiwilligen Feuerwehren aus Welsleben, Biere, Eggersdorf und Eickendorf waren im Einsatz. Einsatzleiter Andreas Arlandt koordinierte die Einsatzkräfte, um die Bergung des Verletzten so zügig wie möglich zu gewährleisten. Nachdem der Fahrer befreit werden konnte, wurde er dem Notarzt übergeben und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Zur Unfallursache lagen vorerst noch keine Informationen vor.

Für die Bergung blieb die Bundesstraße 246a ab der Autobahnabfahrt Schönebeck bis 12 Uhr mittags voll gesperrt. Am Vormittag leitete die Feuerwehr, ab Mittag dann die Polizei den Verkehr über Biere um.
Zur Bergung des mit Metallschrott beladenen Lastwagens  forderten die Einsätzkräfte einen Kran an. Die Bergung dauerte mehrere Stunden. Zudem war aufgrund der Lage des Fahrzeugs im Straßengraben Betriebsflüssigkeit ausgetreten und auf die Straße gelangt. Die Feuerwehren mussten mit Hilfe von Bindemitteln das ausgelaufene Öl auffangen und zurückhalten. Im Anschluss erfolgte die Instandsetzung des Grabens durch angeforderte Mitarbeiter einer Spezialfirma, um den Durchfluss des Wassers wieder zu gewährleisten.

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Zusammenarbeit funktioniert gut

Nach und nach konnten die Feuerwehren abgezogen werden. Der Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Welsleben, Mario Brych, betonte gegenüber der Volksstimme: „Die Zusammenarbeit der einzelnen Ortsfeuerwehren hat sehr gut funktioniert. Von der Alarmierung um 7.26 Uhr bis zum Eintreffen der ersten Kameraden vor Ort dauerte es nur wenige Minuten.“

Bernd Möhring, Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes der Gemeinde Bördeland und  zuständig für die örtlichen Feuerwehren, erklärte: „Die Kameraden handelten nach dem Additionsprinzip. Das heißt, sobald ein bestimmtes Szenario eintritt, werden von der Leitstelle mehrere Feuerwehren gleichzeitig gerufen.“ Hintergrund ist, dass die meisten aktiven Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren berufstätig sind. Daher kann besonders tagsüber die sofortige Bereitschaft aller Kameraden in den Ortswehren nicht gewährleistet werden, so Möhring.

Der verunglückte Fahrer ist mit einer Kopfwunde in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Wie Marco Kopitz, Pressesprecher des Polizeireviers Salzlandkreis, erklärte, können die Ermittlungen erst weitergeführt werden, wenn der Fahrer vernehmungsfähig ist.