Schönebeck l In einem großen Konzert kulminierte am Donnerstag- und am Freitagabend, was in den vergangenen Monaten an vielfältigen Proben vorausgegangen war: Die beiden Chöre des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums gaben sich in der St.-Jakobi-Kirche die Ehre und allen Gästen den Extrakt ihrer Übungen auf die Ohren. Schülerin Lea Foltys ließ wissen: „Wir haben stets und ständig gesungen, sogar auf der Klassenfahrt.“ Die Bemühungen zahlten sich aus. Angeleitet von den Musiklehrerinnen Sixta Thiere (Leiterin des Chores der Klassen 8 bis 12) und Birgit Ihlo (Leiterin des Chores der Klassen 5 bis 7) bestritten die über 160 Sängerinnen und Sänger zweimal ein knapp zweistündiges Konzert, das zündete. Was auch an der Auswahl der Lieder lag, einer Mischung aus traditionellem deutschen und internationalem Liedgut, mit Gospel stimmungsvoll aufgepeppt.

Mutige und talentierte Solisten

Zu loben ist einerseits die Leistung der Chöre, andererseits Mut und Können der jungen Instrumentalisten und Solisten, genannt seien Lisa Schüler, Sarah Adamski, Dorothea und Gunnar Pfau, Louisa Koch, Tobias Wilke, Leonard Schmidt, Peter Roskoden, Antje Braune, Vincent von Thormann und Anna-Lena Schiemann. Ein Gewinn für Publikum und Künstler zugleich, denn Schulleiter Dr. Ulrich Plaga zeigte sich überzeugt: „Was die Schüler aus ihrem Chorleben mitnehmen, geht ihnen ihr ganzes Leben nicht mehr verloren.“

Maria Gröber verabschiedet

Doch es hieß auch Abschied nehmen. Plaga bat seine Kollegin Maria Gröber nach vorn. Nach 40 Jahren Schuldienst geht die Musiklehrerin in den Ruhestand. Der Spickzettel, den sich Plaga hatte erarbeiten lassen, enthielt allerdings eine Menge unkorrekter Lebensdaten. Plaga reagierte gelassen. „Erstaunlich, was man hier so angeboten bekommt. Alles Quatsch“, ließ er den Zettel schnell in der Hosentasche verschwinden. Kein Quatsch seien die 40 Jahre Schuldienst. Maria Gröber sei eine talentierte Kollegin, die mindestens 13 Instrumente spiele. Und selbst wenn sie eine Bohrmaschine in die Hand nimmt, komme Musik raus. Die so Geehrte machte keinen großen Worte. Sie hätte, als sie nach Schönebeck kam, anfangs nicht gedacht, hier heimisch werden zu können, räumte sie ein. „Ich hatte tolle Schüler und ein tolles Kollegium“, sagte Maria Gröber - und nahm wieder Platz.

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