Brumby l Mitten auf dem Feld haben sich am Dienstagnachmittag Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel, etliche Vertreter von Behörden und der Kommunalpolitik sowie Mitglieder der Bürgerinitiative „Ortsumgehung Brumby“ getroffen. Genau an der Stelle am Staßfurter Weg soll einer der beiden Wirtschaftswege gebaut werden, die über die neue Landesstraße führen werden.

Die beauftragte Firma Papenburg wird an dieser Stelle Mitte Mai mit dem Erdbau beginnen und sich zunächst in Richtung Calbe, dann in Richtung A14 vorarbeiten. Vor dem Winter wird Frostschutz eingearbeitet und ab dem Frühjahr soll der Asphalt kommen.

Verständnis bei Bauarbeiten

Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde, die den Neubau verantwortet, erklärte bei einer kleinen Ansprache, dass es 2004 erste planerische Vorstellungen zu dieser Ortsumgehung gab. Es habe keine Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Straßenbau gegeben. Diverse Planungsleistungen wurden an Büros aus Bernburg oder Magdeburg vergeben. Die Agrargenossenschaft Calbe, der die Felder an der Trasse gehören, hatte zuvor das Baufeld freigemacht. Die von der Baustelle betroffenen Bürger bat Uwe Langkammer schon jetzt um Verständnis bei Einschränkungen.

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Verkehrsminister Thomas Webel betonte: „Bisher fuhren täglich knapp 7000 Kraftfahrzeuge durch Brumby, darunter viele Lkw. Mit der neuen Ortsumgehung wird sich das ändern und der Ort dadurch deutlich an Attraktivität und Lebensqualität gewinnen.“ Er erklärte auch: „Den Druck der Bürgerinitiative haben wir immer gespürt. Sie hat einen wesentlichen Anteil daran, dass der Spatenstich stattfindet.“ Durch die bald schnellere Verbindung der A 14-Anschlussstelle Calbe und der Landesstraße 63 in Richtung Calbe werde die wichtige Verkehrsachse Förderstedt-Calbe-Aken-Dessau deutlich leistungsfähiger, sagte Webel.

Die Bürgerinitiative „Ortsumgehung Brumby“ hatte sich 2007 gegründet, schon damals war Hartmut Rüger Vorsitzender. Dieser zeigte sich im Namen seiner Mitstreiter sehr erfreut: „Es geht tatsächlich los.“ 2008 hatte die Bürgerinitiative den damaligen Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre erstmals nach Brumby eingeladen, um eine Ortsumgehung für das verkehrsgeplagte Dorf einzufordern. Über die Jahre wurden immer wieder Vertreter des Landes eingeladen. Auch mit der Landesstraßenbaubehörde gab es, als das Bauvorhaben konkret wurde, regelmäßig Informationsabende zum Straßenbau für die Bürger in Brumby.

Die Ortsumgehung über 3,9 Kilometer Länge soll im November 2018 fertig werden.