Staßfurt l „Viel hilft viel!“ - sagt das Sprichwort. Doch in Fragen der Gewerbeflächen für die Salzstadt und ihre Ortsteilen will das Staßfurter Rathaus zukünftig mehr auf Qualität, denn auf Quantität setzen. Alles soll dem aktuellen Bedarf entsprechen. Die Verwaltung hat den Ist-Stand durch Experten genau erfasst. Dabei wurden Bestand, Potenzial und reale Entwicklungschancen der Flächen nach festgelegten Kriterien bewertet. Das Ergebnis zeigt, dass es viele ausgewiesene Gewerbestandorte gibt. Zu viele. Seitens des Rathauses heißt es, dass diese Entwicklung auch aus einer gewissen Euphorie nach der Wende resultiere, doch das bei Weitem nicht so viele Unternehmen gekommen seien wie damals in den noch selbständigen Orten und der Kernstadt erhofft.

Zielgerichtet ansiedeln

Gleichzeitig gibt es aber seitens der Landesplanung die Forderung, dass die Satdt ausreichend Flächen für die Ansieldung von Gewerbe zur Verfügung zu stellen hat, auch über den eigenen Bedarf hinaus. Denn Staßfurt werden besondere Entwicklungsaufgaben im „Ländlichen Raum“ beigemessen. Die Salzstadt habe zentralörtliche Funktion als Mittelzentrum und sei, nicht zuletzt aus ihrer Geschichte heraus, Vorrangstandort für landesbedeutsame Industrie- und Gerwerbeflächen. Infrastruktur und weiche Standortfaktoren würden das tragen, heißt es aus Magdeburg.

Ziel des neuen Gewerbeflächenetwicklungskonzptes ist, dass sich Unternehmen zielgerichtet und nachhaltig ansiedeln. Branchenmix und Synergien mit Industriebestand sind die Devise. Dafür sollen gut sturkturierte Gebiete im Angebotsportfolio zu finden sein. Gleichzeitig will man bestehenden Firmen Sicherheit gewährleisten. Im Kern werden die Bereiche gestärkt, die als Gewerbegebiete profiliert haben, beispielsweise der Staßfurter Gewerbering und das Gewerbegebiet Brumby. Andere Areale in Stadt und Orten sollen angepasst, aber auch FLächen reduziert werden. Ab Montag diskutieren die Ortschaftsräte über das Konzept.