Staßfurt l Mit 92 Teilnehmern ist der Musikschulwettbewerb in seiner diesjährigen Auflage eine wunderbare Veranstaltung. Davon zeigt sich Dieter Giesemann, der Leiter der Einrichtung in der Salzstadt, überzeugt. „Wir hören wunderschöne Stücke, wir erleben junge motivierte Musiker, wir bekommen ihr Lampenfieber und ihren Stolz mit.“ Diese unmittelbare erleben mache für die Zuhörer aber auch für die musikalischen Kinder den Reiz aus. Dieter Giesemann: „Sie erleben sich gegenseitig, lernen von sich für ihr Musizieren und die Auftrittssituation.“

Bereits zum 15. Mal lädt die Musikschule ihre Schützlinge ein, sich in den Wertungsvorspielen vor einer Jury zu präsentieren. Im Jahr 2000 gab es den Auftakt. Die Fördervereine der Bildungseinrichtung unterstützen das Angebot. „Die Kinder haben einen Punkt, auf den sie im Unterricht hinarbeiten können“, sagt Dieter Giesemann. Sich diese Ziele zu setzen sei wichtig, um in ein Arbeitstempo finden zu können. Außerdem können sie sich für den Vergleich in Duo- oder Ensembleformationen zusammenschließen. „Das gemeinsame Musizieren bereitet Spaß.“ Neben diesen Grundideen für den Wettbewerb hat er im vereinten Salzlandkreis an noch weitreichender Bedeutung gewonnen. Denn er verbindet die Musikschulstandorte Staßfurt, Schönebeck und Aschersleben miteinander. Die Wertungsvorspiele werden immer in einer anderen Schule ausgetragen. Viele Schüler beteiligen sich nicht nur, wenn in ihrer Schule Wettbewerb ist, sondern „fahren auch immer lieber“, sagt der Pädagoge. In Spitzenjahren hatte der Wettbewerb so bis zu 120, 140 Teilnehmer. „Aber das ist auch immer abhängig von den Instrumenten, die ausgeschrieben sind, und den Schülerzahlen für die Instrumente. Momentan, so der Musikschulchef, erlebe man einen kleinen Generationswandel. Besonders in den jüngeren und jüngsten Alterskategorien gebe es gute Teilnehmerzahlen.

„Talente 2015“ sucht die Besten bei den Streich- und Zupfinstrumenten, bei den Schlaginstrumenten, im Gesang, im Duo oder Ensemble. Sie hatten ein kurzes Vortragsprogramm zu spielen oder zu singen, das einen möglichst vielseitigen Eindruck der musikalischen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt. Die Leistungen Junior-Pianisten, -Streicher, -Bläser und -Sänger werden vor Ort von einer Jury bewertet. Ihre Mitglieder sind allesamt Musiklehrer. Sie vergeben Punkte, ähnlich der Wertung beim Musikwettbewerb „Jugend musiziert“. Bei den Ensembles komme es darauf an, dass sie einen gemeinsam Atem fänden. „Man muss bei geschlossenen Augen das Gefühl haben, dass nur einer spielt.“ Auch die Soloschüler haben ihre Kategorien. „Bei den Solisten ist das schon sehr anspruchsvoll“, sagt Dieter Giesemann. Technik und musikalische Gestaltung müssten gut sein. Die Agogik stimmen. Bei allem gilt aber, so der Pädagoge: „Wenn die Musik lebendig daherkommt. Hat der Spieler gute Karten, dann kann er ruhig auch mal einen falschen Ton spielen.“ Es gehe der Jury nicht um das Strichliste für die Fehler führen.

Die Schüler nehmen diese ehrlichen Einschätzungen gern an, auch wenn es manchmal nicht so gut laufe. „Alle wachsen daran.“ Für viele ist der Wettbewerb in der Schule eine gute Vorstufe für eine Teilnahme bei „Jugend musiziert“. Noch in diesen Tagen kann man sich anmelden. „Bei den Guten geben wir sogar die Empfehlung sich zu melden“, sagt Dieter Giesemann. Doch in erster Linie komme es auf die Schüler an. „Sie sollen wieder einmal öffentlich die Erfahrung machen, dass das, mit dem sie sich kontinuierlich beschäftigt, wächst und begeistern kann.“

Glückwunsch!

Altergruppe  1
Streicher/Zupfer

- Carolin Beyer, Julius Beyer und Alexander Wittkowsky mit 2. Preis

Altergruppe 2
Streicher/Zupfer

- Ehrenpokal und 1. Preis für
Marlin Flagmansky

- Charlotte Fricke, Elisabeth Lörzer, Alice Neumann mit
1. Preis

- Jannis Körner und Leonard Pfeiffer mit 2. Preis
- Laurenz Finke, Tarik Krukowski, Jessica Tomahogh, Maja Körner, Fabrice Gürth mit
3. Preis

Altersgruppe 3
Streicher/Zupfer

- 2. Preis für Joschka Grobe und Daniel Jaffke

Altersgruppe 1
Schlaginstrumente

- Johann Tomischka erhält einen Ehrenpokal und einen 1. Preis

- Bennet Raffel einen 2. Preis

Altersgruppe 2
Schlaginstrumente

- Ehrenpreis und 1. Preis für Tim Hartmann

- Sebastian Bigesse mit 2. Preis

Altersgruppe 3-4
Schlaginstrumente

- Ehrenpokal und 1. Preis für Tom Bauermeister und Henrik Benecke

- 1. Preis Vincent Thormann und Maximilian Deubeler

- 2. Preis für Yannick Lüers, Luca Georgi, Max Erdmenger, Dominique Kunze, Vincent Raffel, Tom Pascal Nebel

- 3. Preis für Marvin Köppel

Altersgruppe 1 Duo

- Ehrenpokal und 1. Preis für Manuel Altermann und Sophie Wassermann

- Sabrina Wüsteneck, Giordano Zucker, Charlotte Busch, Kylie Winter, Johann Tomischka Finja Keller, Tara Angelie Neumann und Frieda Germershausen mit 2. Platz

Altersgruppe 2 Duo

- Ehrenpokal und 1. Preis für Luzie Küster und Elias Glootz

- 1. Preis für Adele Elisabeth Baack und Johanna Meinicke

- 2. Preis für Joschka Grobe, Alice Neumann, Cedric Pakendorf, Caitlyn Pakendorf, Benedikt Schmidt, Raphael Schmidt

Altergruppe 3-4 Duo

- Ehrenpokal und 1. Preis für Florian Borges, Tom Bauermeister, Moritz Bernier, Dominique Kunze

- Hannes Lichter, Maximilian Deubeler, Vincent Raffel und Yannik Lüers erhalten einen 2. Preis

- Meike Brandt und Patrick Becker mit 3. Platz

Altergruppe 3-4
Gemischte Ensemble

- Ehrenpokal und 1. Preis für Anna-Lena Schiemann, Jonas Ranft, Louisa Koch und Leonard Schmidt. Die Schüler gehören zur Gruppe Jazzy‘s

- Ehrenpokal und 1. Preis für Max Erdmenger, Tim Hartmann, Tom Pascal Nebel, Luca Georgi, Florian Borges. Alle sind Mitglieder des Percussion Ensembles

- 2. Preis für das Gitarren-
Ensemble Schönebeck mit Leonard Pfeiffer, Daniel Jaffke, Marie Dübner, Laurenz Finke, Anna-Lena Depta