Staßfurt l Bei zwei Absolventen leuchtet gar eine glatte 1 auf dem Dokument. Lucas Tomischka und Daniel Hoffmann sind die Jahrgangsbesten der 74 Abiturienten aus vier Klassen, die zu den Prüfungen zugelassen wurden. Bei 13 Zeugnissen steht eine eins vor dem Komma, unter ihnen auch Julian Appel, Julia Ohlinger (beide 1,1) und Lucie Bringmann (1,3).

Schulleiter Steffen Schmidt gibt stolz weitere Zahlen bekannt: Der Gesamtdurschnitt von 2,38 ist wieder besser als in den drei Jahren zuvor (2,52, 2,39 und 2,56). Er macht in seiner Festrede im voll besetzten Saal des Salzlandcenters deutlich: „Es ist ein Ziel erreicht, das Abi-tur mit einer Durchschnittsnote, die bei der Gestaltung der nächsten Lebensphase, beim Erreichen eines Studienplatzes oder einer Ausbildungsstelle von Bedeutung sein wird.“ Er sagt aber auch: „Entscheidend wird sein, was Sie aus Ihren Chancen machen, wie nachdrücklich Sie Ihre Ziele verfolgen, wie Sie mit Rückschlägen umgehen und welche Energien Sie freisetzen können.“

Auch ihre Zeit am Gymnasium war nicht leicht. Immerhin begannen die heutigen Abiturienten in einer Reihe von 115 Fünftklässlern in fünf Klassen.

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Stolz über das geschaffte Abi- tur klingt in den Abschiedsworten von Anna Lena Kotzyba und Jessica Bodlak schon mit, die stellvertretend für ihre Mitschüler sprechen. „Jetzt gehören wir zur gebildeten Fraktion der Menschheit“, meint Jessica – auch mit einem Augenzwinkern – und bedankt sich nochmal „bei den wahren Freunden, die nach einer Präsentation keine Fragen mehr gestellt haben“. Anna Lena ist sich bewusst, dass wohl „die Hälfte aller grauen Haare hier von uns verursacht wurden“. „Vergesst nicht eure Wurzeln, auch wenn wir jetzt unsere Flügel ausbreiten“, richtet sie noch an ihre Altersgenossen, die jetzt die Hochschulreife erreicht haben.

Bevor sich die jungen Damen in noch schönere Kleider für den anschließenden Abi-Ball werfen, nimmt die Vorsitzende des Schulfördervereins die Zeugnisübergabe zum Anlass, um die Ehrung eines Schülers mit der Dr.-Frank-Plakette vorzunehmen, die zum 14. Mal für besondere Leistungen verliehen wird, die das „Gymnasium in besonderer Weise nach vorn gebracht hat“. „Carpe diem“ könne man die Einstellung zur Schule zusammenfassen, meint Doreen Albrecht, „Er interessiert sich für alles. Er kann fast alles. Er zeigt sich auch auf sozialem Gebiet engagiert.“ – Sie bittet Lucas Tomischka, hinter dessen 1,0 sich die Punktzahl von 856 von 900 möglichen verbirgt, auf die große Bühne des Salzlandcenters.

Und der Ausgezeichnete, der Medizin studieren will, darf nocheinmal auf der Bühne stehen – mit Daniel Hoffmann. Die beiden werden auf Grund ihrer herausragenden Ergebnisse in Mathe und Physik von der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft mit einer jeweils einjährigen Mitgliedschaft geehrt.