Staßfurt/Hecklingen l Die Stadt Staßfurt, die seit Jahren mit sinkenden Einwohnerzahlen zu kämpfen hat, kann sich über einen kleinen Zuwachs freuen.

Auf Bestreben des Finanzamtes Staßfurt, wie Hecklingens Bürgermeister Uwe Epperlein (Wählergemeinschaft Hecklingen) sagte, ist das bislang von Hecklingen verwaltete Grundstück in der Staßfurter Straße 62, die Plantage auf der rechten Seite am Ortsausgang in Richtung Staßfurt, der Stadt Staßfurt zugeschlagen worden. Und mit ihm ist auch die Bewohnerin Eleonore Ziegler von Hecklingen nach Staßfurt umgemeldet worden. Sie hatte das Grundstück im Jahr 1983 mit ihrem Mann erworben. Schon damals war der Familie klar, dass sich das Gelände in der Gemarkung Staßfurt befinde.

Umgezogen?

Damit die Umsiedlung auch sichtbar wird, hat die Stadt Staßfurt an der Staßfurter Straße in Hecklingen ein neues Straßenschild mit der „Aufschrift Hecklinger Straße 62“ aufstellen lassen. Was sich für Zieglers nicht geändert hat, ist die Hausnummer. Der hinter dem Wohnhaus liegende Garten- und Landschaftsbaubetrieb ihres Sohnes gehöre aber weiter zu Hecklingen, sagte Eleonore Ziegler, die sich weiterhin als Hecklingerin fühlt, der Staßfurter Volksstimme.

Bilder

„Das ist eine Sache, die schon seit Jahren falsch gelaufen ist. Diese Gemarkung ist Staßfurt im Eigentum der Stadt Hecklingen. Normalerweise hätte Frau Ziegler von je her schon Staßfurterin sein müssen“, sagte Epperlein. Auf die Frage, warum es keinen Gebietstausch mit Staßfurt gegeben habe, sagte Epperlein, dass es sich dabei um ein sehr aufwändiges Verfahren handele. „Wir haben uns mit der Stadt Staßfurt unterhalten und darauf verständigt, es einfach so zu machen, wie es gemacht wurde, dass Frau Ziegler proforma Staßfurterin ist“, so der Bürgermeister, der von einem Einzelfall sprach. Es wäre Wahnsinn, wenn jetzt das auf dem Grundstück anfallende Abwasser wie das vom Kaufland-Zentrum nach Hohenerxleben gepumpt werden müsste.