Rathmannsdorf/Bernburg l Insgesamt gesehen hatten sich die Kraftfahrer im Salzlandkreis auf die Witterung eingestellt, konnte Polizeisprecher Marco Kopitz vom Revier Salzland am Donnerstag 24 Stunden rückblickend bilanzieren. Einen 46-Jährigen erwischte es allerdings schlimm.

Auf dem Heimweg im Auto überschlagen

Plötzlich auftretende Glätte ist heimtückisch. Man startet bei normalen Straßenverhältnissen. Unterwegs dann das Dilemma: Glatteis. So in etwa nahm das Schicksal des Golf-Fahrers seinen Lauf, als er Mittwochabend, gegen 18.20 Uhr, kurz vor Rathmannsdorf, aus Richtung Hohenerxleben kommend, in der gefährlichen S-Kurve die Gewalt über sein Auto verliert. Der Hettstedter überschlägt sich mehrfach mit seinem Auto, das kurz vor dem dortigen Wassergraben zum Stehen kommt. Schwerverletzt wird er ins Klinikum nach Aschersleben gebracht.

Der Verunglückte kennt diese Strecke genau, fährt sie seit vielen Jahren zwischen Wohn- und Arbeitsort. Wie es nun zu diesem Unfall kam, kann er sich nicht erklären, nimmt die Polizei zu Protokoll. Bei seinem Nachhause-Weg Mittwochabend hatte der 46-Jährige auch seinen Dackel dabei. Den wollte er, selbst schwerverletzt, nach dem Unfall noch aus der Hunde-Box lassen. Dabei verschwand der schwarze Zwerg-Rauhaardackel.

Gestern suchte ein Freund des Hundebesitzers an der Unfallstelle den kleinen zutraulichen Vierbeiner, der auf den Namen Oskar hört. Steffen Prill bittet Tierfreunde, die den etwa fünfjährigen Hund möglicherweise gesehen oder ihn vielleicht sogar aufgenommen haben, sich bei ihm zu melden: Telefon 0152/55 24 25 06.

Unterdessen kündigten die Meteorologen am Donnerstag mit dem Sturmtief Egon einhergehende enorme Schneefälle auch für Sachsen-Anhalt an.

Polizeisprecher Marco Kopitz hofft, dass sich die Kraftfahrer weitgehend auf die winterlichen Bedingungen einstellen.

„Im Gegensatz zu Eis ist Schnee sichtbar. Allein dadurch sind Kraftfahrer schon gewarnt“

„Im Gegensatz zu Eis ist Schnee sichtbar. Allein dadurch sind Kraftfahrer schon gewarnt, vorsichtig zu sein“, so Kopitz.

Neben dem beschriebenen schweren Unfall Mittwochabend bei Rathmannsdorf wurde ein vereister Weg noch gestern Vormittag einer Radfahrerin in Schönebeck zum Verhängnis. Die 76-Jährige rutschte aus und klagte durch den Sturz über Schmerzen im Bauch- und Schulterbereich. Sie wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.