Stendal l „Lust auf Stendal – Junge Perspektiven“ – unter diesem Motto nimmt die Stadt am bundesweiten Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030“ teil. In der ersten Phase soll zunächst einmal eine Vision entwickelt werden, wie ein kinderfreundliches Stendal in knapp 15 Jahren aussehen kann. „Kinderfreundliche Kommune, das ist zunächst einmal eine Worthülse“, räumt Susanne Borkowski, Geschäftsführerin des Vereins Kinderstärken, im Volksstimme-Gespräch ein. Unter dessen Dach wird an dem Projekt Zukunftsstadt gearbeitet.

Der erste Schritt von der Worthülse hin zum konkreten Plan wurde mit der Auftaktveranstaltung im Juli gemacht. Rund 100 Teilnehmer nahmen dabei Stendals Kinderfreundlichkeit unter die Lupe und wägten ab, was bislang erreicht wurde und wo noch Handlungsbedarf besteht. Aus den Arbeitsgruppen bildete sich das Team Zukunftsstadt. Im Oktober waren alle Interessierten zum Visionstag eingeladen. Wiederum kamen 85 Teilnehmer.

Aus den Ideen der Kinder und Jugendlichen, Vertretern von sozialen Verbänden und Institutionen sowie der Verwaltung und Kommunalpolitikern wurden vom Team Zukunftsstadt die konkreten Visionen formuliert. Bei der Stadtratssitzung im April sollen sie als Leitbild der Stadt verabschiedet werden, um dem Gedanken noch mehr Gewicht zu verleihen und Stendal so in die zweite Runde des Wettbewerbs zu verhelfen.

Derzeit ist Stendal eine von 52 Kommunen in ganz Deutschland, neben Magdeburg und Halle eine von drei in Sachsen-Anhalt. Bis Ende Mai ist die erste Runde beendet. In der zweiten Phase werden dann noch 20 Kommunen dabei sein, die ihre Leitziele für die Zukunft im Jahr 2030 entwickeln sollen. In der Endrunde geht es für acht Teilnehmer dann darum, die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Noch ist der Wettbewerb sehr theoretisch, gibt Borkowski zu. Konkrete Ideen wurden aber schon genannt: „Ganz häufig ein Indoor-Spielplatz.“

Weitere Ideen sind nach wie vor willkommen: Verein Kinderstärken, Osterburger Straße 25, 39576 Stendal, 03931/21 87 48 78, info@kinderstaerken-ev.de