Stendal l Noch immer ist nicht klar, ob es sich bei der am Sonnabend in Stendal in einer Banane entdeckten Spinne um die höchst giftige sogenannte Bananespinne handelt. Zu weiteren Untersuchungen wurde das tote Tier nach Berlin zum Museum für Naturkunde weitergeleitet, teilte Angela Vogel als Pressesprecherin des Landkreises Stendal auf Anfrage mit. Zunächst war das Tier am Montag vom Landesamt für Verbraucherschutz offensichtlich ohne klares Ergebnis analysiert worden. Mit einem Ergebnis sei nunmehr nicht vor nächster Woche zu rechnen, sagte Vogel.  

Banane kam aus Kolumbien

Mittlerweile ist jedoch klar, dass die Banane, in der die kleine, schwarze Spinne von einem Rentnerpaar am Wochenende entdeckt wurde, aus Kolumbien stammt. Die sogenannte Bananenspinne ist in Südamerika beheimatet. "Die Tiere überleben aber nur selten den Transport bis nach Europa", sagte Kreissprecherin Vogel. In Stendal habe es bisher behördlicherseits noch keinen derartigen Fall einer Bananenspinne gegeben.  

Die Spinne war in der Nacht zu Sonntag von der Stendaler Feuerwehr in einem rund vier Stunden dauernden Einsatz aus der Wohnung des Ehepaares in Wahrburg herausgeholt worden. Das Tier war mit dem Staubsauger in der Küche gefasst und zunächst in den Tiergarten gebracht worden. Die Feuerwehrleute hatten mit Schutzanzügen das Haus betreten.

Exotischer Einsatz für Stendaler Feuerwehr

Stendal (bb) l Die Stendaler Feuerwehr musste eine gefährliche Spinne einfangen. Das Tier war von einer Familie in der Wahrburger Straße in einer Banane entdeckt worden, wie die Leitstelle Altmark bestätigte. Ob das Tier gefährlich war, wird jetzt in Berlin untersucht.

  • Eine etwa drei Zentimeter (Körpergröße) große Bananenspinne (Phoneutria nigriventer). Ist solche ein Exemplar in der Wohnung eines Stendaler Ehepaares gefunden worden? Wenn ja, wäre das gefährlich, denn diese Spinnen sind hochgiftig. Foto: Peter Kneffel/ dpa

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  • Der Stendaler Lutz Ingoma Johns zeigt den Schrank, in dem die Banane mit Spinne aufgehoben worden war. Foto: Roberto Abramowski

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  • Der Stendaler Lutz Igoma Johns zeigt die Stelle, wo die Feuerwehrleute die Spinnen gefangen haben. Foto: Roberto Abramowski

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  • Mit Schutzanzug ging es in die Stendaler Wohnung auf Spinnenfang. Foto: Roberto Abramowski

    Mit Schutzanzug ging es in die Stendaler Wohnung auf Spinnenfang. Foto: Roberto Abramowski

  • Ein Handyfoto zeigt die schwarze Spinne, die von der Feuerwehr gefangen wurde. Repro: Roberto Abramowski

    Ein Handyfoto zeigt die schwarze Spinne, die von der Feuerwehr gefangen wurde. Repro: Roberto Abr...

  • Sind dies tatsächlich gefährliche Bananenspinnen? Sie wurden von der Feuerwehr aus der Wohnung eines Stendaler Rentnerpaares geholt. Foto: Roberto Abramowski

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