Volksstimme: Herr Wendler, Sie springen derzeit zwischen Amerika, ihrer neuen Wahlheimat, und Deutschland, Ihrer Heimat, umher. Welche Unterschiede nehmen Sie wahr?

Michael Wendler: Die Amerikaner sind auf jeden Fall oberflächlicher. Es gibt Tage, da fehlt mir die Herzlichkeit, die ich hier durch meine Fans habe. Gut, dass ich nicht gesagt habe, dass ich mich dauerhaft verabschiede. Ich komme ja weiterhin her, um Konzerte zu geben.

Das klingt, als hätten Sie Heimweh?

Na klar. Ich bin hier aufgewachsen. Mir fehlt meine Heimat. Aber es hat auch was, in Amerika zu leben. Meine Tochter geht seit einem Jahr zur Highschool, die spricht mittlerweile perfekt Englisch.

Und was bringt Amerika für Sie?

Ich kann dort gut arbeiten. Ich habe in diesem Jahr schon drei Alben produziert, die alle in diesem Jahr noch veröffentlicht werden.

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Fehlt Ihnen nicht der Promi-Status, den Sie hier in Deutschland genießen, oder haben Sie in Amerika Ruhe vor dem Hype um Ihre Person gesucht?

Ich fange gerade an, in Amerika auch bekannt zu werden. Ich habe die ersten Fernsehshows hinter mir. Habe auch schon erste Konzerte gegeben.

Aber in Deutschland sind Sie ja eher ein polarisierender Star. Neben Fans, die Sie anhimmeln, gibt es oft auch lautstarke Buh-Rufe und Häme im Netz. Wie gehen Sie persönlich damit um?

Ich polarisiere überhaupt nicht. Ich glaube, das ist eher so eine Mediengeschichte. Vielleicht habe ich mich einfach medial zu sehr gezeigt und zu viele private Einblicke gewährt. Das war vielleicht nicht immer gut. Aber ansonsten bin ich Pop-Schlager-Sänger. Ich mache Musik für meine Fans. Und nichts anderes sollte zählen.