Schwaneberg l Pebby war der heimliche Star des Festes aus Anlass des Weltkindertages in der Hundeschule Schwaneberg in der Einheitsgemeinde Sülzetal. Das kleine Zwergdackelmädchen wuselte durch die Räume und über das Außengelände des Therapie- und Ausbildungszentrums in der Lindenstraße. Immer umringt von liebevollen Händen, die das Hundekind streichelten.

Pebby wurde in Schwaneberg von Stephanie Brehm und ihrem Team zur Besuchshündin ausgebildet. „Sie soll später in der Regenbogenschule Magdeburg, die von Kindern mit Behinderungen besucht wird, zum Einsatz kommen“, kündigte die Ausbildungsleiterin an. Dazu seien pro Schuljahr 1100 Euro nötig, um den Einsatz des Hundes bei den Kindern zu finanzieren und zu versichern. Um das Geld aufzubringen, seien Brehm und ihre Mitstreiter vom Verein „Tierisch geborgen“ auf Geldspenden angewiesen. Der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen sowie Gegrilltem, der am Fest beim Weltkindertag in die Kasse der Hundeschule floss, sei dafür bestimmt. Zusammen mit Stephanie Brehm hatte Anne-Christin Lehmann das Kinder- und Familienfest organisiert sowie mit Hilfe vieler Freiwilliger durchgeführt.

Viele Programmpunkte

Neben dem Kennenlernen des späteren Besuchshundes Pebby, bot das Fest am Weltkindertag in Schwaneberg in der Einheitsgemeinde Sülzetal noch etliche Programmpunkte mehr. So waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Langenweddingen um ihren Ortswehrleiter Maik Schneemann mit zwei Fahrzeugen angerückt. Sie zeigten den Besuchern nicht nur ihre Löschtechnik, sie hatten für die Kinder auch eine Hüpfburg aufgebaut, auf der sich die Knirpse trotz einiger Regengüssen prima austoben konnten. Die kleinen Besucher konnten zudem ihrer Fantasie und Kreativität beim Basteln freien Lauf lassen. Eine zirkusreife Vorstellung zeigte die Hundehalterin Jutta Gaßmann aus Springe bei Hannover. Mit ihren zwei American Dance Cocker Spaniel zeigte sie gekonnte Kunststücke.

Bilder

„Ich fühle mich in Schwaneberg sehr wohl“, sagte Stephanie Brehm, die mit ihrem Therapie- und Ausbildungszentrum sowie der Hundeschule zu Beginn dieses Jahres von Magdeburg nach Schwaneberg gezogen war. Die ländliche Idylle im Sülzetal wirke sich positiv auf Hunde und deren Besitzer aus. Auch sei sie sehr herzlich von der Dorfgemeinschaft aufgenommen worden und keiner fühle sich durch den Betrieb auf dem Außengelände oder durch den An- und Abreiseverkehr der Besucher gestört. Viele ihrer Klienten würden den etwas weiteren Weg von Magdeburg oder dem Salzlandkreis aus zum Zentrum nach Schwaneberg auf sich nehmen. Auch im Bördekreis seien in Schwaneberg ausgebildete Theraphiehunde im Einsatz, unter anderem in der Matthias-Claudius-Haus-Stiftung Oschersleben.

Hilfe für Flüchtlinge

Auch um die Asylbewerber, die jetzt im Rasthof Sülzetal/Körling bei Schwaneberg wohnen, will sich Stephanie Brehm kümmern. „Wir wollen den Flüchtlingen aus Syrien eine tiergestützte Sprachförderung anbieten“, sagte sie. Mit Hilfe von Hunden könnten die Barriere für Ausländer, die deutsche Sprache zu erlernen, schneller überwunden werden. Außerdem wolle sie am 5. Dezember im Schwaneberger Zentrum eine Weihnachtsfeier für die Flüchtlinge veranstalten. Dabei bestehe die Möglichkeit, das die Flüchtlinge die deutsche Kultur zum Weihnachtsfest kennenlernen können. Inklusive Plätzchenbacken und Weihnachtsbaum.