Langenweddingen l Zum Siegerteam gehören Karl Lücke, Pascal Spureck, Miká Maurice Wilhelm, Miká Wendland, Fritz Marschall, John Migel Kuhle, Paul Herpig (alle zweite Klasse) und Felix René Hoppmann (erste Klasse).

Fitness, Vitalität, gesunde Ernährung, Fairplay, Toleranz und Spaß am Wettkampf sind nur einige Bestandteile, die sportliche Aktivitäten und besonders den Handballsport auszeichnen. Um dies zu erleben und leben sowie es mit Freunden zu teilen, ist die Meisterschaft schon vor Jahren vom Handballverband Sachsen-Anhalt initiiert worden.

„Für die Handball-Arbeitsgemeinschaft ist diese Meisterschaft in jedem Jahr der wichtigste Höhepunkt. Dieses Mal sind wir mit einer Schulmannschaft für die Staffel der zweiten Klassen angetreten“, erzählte Sportlehrerin Kathrin Schwieger, die gemeinsam mit Kooperationspartner Wolfgang Karg, Handballtrainer beim Sportverein Langenweddingen, die Mannschaft betreut hat. Im Rahmen einer Sport-Arbeitsgemeinschaft der Schule waren die kleinen Handballer intensiv auf die bevorstehende Schulmeisterschaft vorbereitet worden.

„Wir hatten uns viel vorgenommen, denn bisher belegten wir ,nur‘ die Plätze zwei und drei. So machten wir uns die Worte von SC Magdeburg-Star Finn Lemke ,Heute ist unser Tag!‘ zu eigen und wollten angreifen“, beschrieb Kathrin Schwieger die Situation vor dem wichtigen Wettkampf.

In der Staffel der zweiten Klassen traten sieben Mannschaften, Reinsdorf, Höhnsdorf, Wittenberg, Magdeburg, Eilsleben I und II sowie Langenweddingen, im Modus „Jeder gegen Jeden“ gegeneinander an. „Zu beachten war, dass die Anzahl der Tore mit der Anzahl der Torschützen multipliziert wird“, erklärte die Sportlehrerin. Entscheidend waren nicht nur die Ergebnisse des „4 plus 1“-Minihandballs, sondern auch die Leistungen aus den koordinativen Tests. Beide Schwerpunkte gingen jeweils mit 50 Prozent in die Wertung ein. Bei den koordinativen Tests waren von den Teilnehmern fünf Stationen – Luftballonhandling, Kastenzielwurf, Liegestütz-Kreisrennen, Bank-Ballprellen und Seilspringen – zu durchlaufen. „Das Seilspringen haben die Schüler nicht nur in der Schule oder im Sportverein geübt. Auch zu Hause, mit Unterstützung der Eltern und Großeltern wurde fleißig an der Verbesserung gearbeitet. Die letzten Jahre hatten gezeigt, dass hier unsere Reserven lagen“, schilderte Kathrin Schwieger.

Die Handballspiele waren nichts für schwache Nerven. Das erste Spiel gegen Wittenberg war noch von Nervosität geprägt und Langenweddingen unterlag 5:7. Von Spiel zu Spiel wuchsen Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Lohn waren Siege gegen Höhnstedt (8:4), Reinsdorf (10:9), Eilsleben I (17:1), Magdeburg (9:6) und Eilsleben II (21:2). Bemerkenswert: Alle acht Langenweddinger Akteure trugen sich in die Torschützenliste ein. Das reichte für den Sprung auf Platz eins. Neben Goldmedaillen und dem großen Siegerpokal, steht den Gewinnern nun der Besuch zu einem Bundesligaspiel des SC Magdeburg bevor. Sie werden gemeinsam mit den Profis vor dem Spiel auflaufen.

„Die ganze Anstrengung und Aufregung haben sich gelohnt“, stellte Kathrin Schwieger fest. „Besonderer Dank gilt unserer mitgereisten ,Fan-Mutti‘ Anja Lücke und ,Fan-Oma‘ Iris Kuhle. Beide haben uns tatkräftig unterstützt und lautstark angefeuert.“

Dieser Erfolg sei auch Beweis dafür, wie gut die Kooperation zwischen Sportverein und Grundschule funktioniere. Großen Anteil daran habe Wolfgang Karg, der bereits die Kita-Kinder in seinem wöchentlichen Schnuppertraining an den Handballsport heran führe. „Wir hoffen auf weiteren Handballnachwuchs, um auch in Zukunft solche großen Erfolge erzielen zu können“, lautete die Erklärung der Grundschule Langenweddingen.