Wanzleben l Ralf Sacher, Geschäftsführer der Sportjugend Börde mit Sitz in Wanzleben, ist davon überzeugt, dass Kinder und Jugendliche Vorbilder brauchen. Vorbilder, die der Jugend der Börde zeigen, dass Sport ihr Leben bereichert und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ist.

Solche Vorbilder sieht Sacher unter anderem im Wanzleber Herbert Sohl und in Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer. Die beiden Männer sehr unterschiedlichen Alters haben in diesem Jahr wiederum das Deutsche Sportabzeichen in Gold abgelegt. Die Übergabe der Sportabzeichen an Sohl und Kanngießer habe Sacher bewusst öffentlich vorgenommen. Und zwar beim Aktionstag „Kinder stark machen“ Anfang September in Oschersleben. „Damit die Kinder und Jugendlichen sehen, dass auch Erwachsene gerne Sport treiben“, sagt Sacher zu der von ihm gewollten Vorbildwirkung. Seiner Kenntnis nach sei Kanngießer der einzige Bürgermeister im Landkreis Börde, der das Goldene Sportabzeichen errungen habe. Herbert Sohl sei mit seinen 84 Jahren ein allzeit geachteter Freizeitsportler, der seine sportliche Heimat beim Sportverein Blau-Weiß Empor Wanzleben habe. Der sportliche Senior sei zudem oberster Kassenprüfer bei der Sportjugend Börde und beim Kreissportbund des Kreises.

Nach den Worten Sachers legen in jedem Jahr hunderte Sportler im Landkreis Börde das Deutsche Sportabzeichen ab. Sie müssen dabei sportliche Disziplinen in den Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination erfüllen sowie ihre Fähigkeit, schwimmen zu können, nachweisen. Anhand der gezeigten Leistungen werde ermittelt, welche der drei Stufen des Deutschen Sportabzeichens sie erreichen: Gold, Silber oder Bronze.

Neben der Aktion „Kinder stark machen“ und der Abnahme des Sportabzeichens, habe die Sportjugend Börde nach Auskunft von Geschäftsführer Ralf Sacher noch etliche Projekte mehr auf dem Plan, die die Kinder und Jugendlichen im gesamten Landkreis zum Sporttreiben und einer gesunden Lebensweise animieren sollen. Wie er sagt, sind kürzlich die alljährlichen Turniere der Tischtennis-Mini-Meisterschaften im Kreis gestartet. Dabei hole die Sportjugend Vereine und Schulen mit ins Boot, die diese Turniere in den Orten des Kreises veranstalten. Die Sportjugend leiste dabei logistische Unterstützung wie mit der Bereitstellung der Materialien und personeller Hilfe bei der Auswertung der Turniere. Sacher schätze, dass in diesem Jahr wieder bis zu 20 Schulen und Vereine im Landkreis Börde bei den Tisch-Tennis-Mini-Meisterschaften mitmachen würden. Der Kreisausscheid mit den besten Spielern werde in der großen Sporthalle in Beendorf stattfinden. Im vergangenen Jahr sei die Turnierserie auf mehr als 30 Veranstaltungen im Kreis gekommen. Mehr als 100 Mädchen und Jungen spielten an 20 Tischen ihre Tisch-Tennis-Mini-Meister der Börde aus.

„Die Tischtennis-Mini-Meisterschaften dienen dazu, das Interesse der Kinder an diesem Sport zu wecken, um sie womöglich zu einer Mitgliedschaft in den Sportvereinen zu bewegen“, sagt Sacher. Die Nachwuchsgewinnung für die Vereine sei für ihn die zentrale Aufgabe der Sportjugend Börde.