Dreileben l Viele Busse rollten bis zur kurzem durch die kommunale Parkstraße in Dreileben. Weil die Busse durch ihr hohes Gewicht in das Kopfsteinpflaster regelrechte Fahrrinnen pressten, kam es immer wieder an Autos, die die Straße befuhren, zu Beschädigungen wie aufgerissene Ölwannen. Um die Parkstraße vor weiteren Belastungen und Beschädigungen zu schützen, wurde sie für den Busverkehr gesperrt.

„Diese Problematik ist in vergangenen Ortschaftsratssitzungen mehrfach angesprochen und auch entsprechend protokolliert worden. Leider hat sich seither nichts Grundlegendes geändert“, verdeutlichte Hanfried Duchstein, Mitglied des Dreileber Ortschaftsrates.

Neue Streckenführung

Nach dem Sperren der Parkstraße rollten die Busse nunmehr durch die Hauptstraße, wo in Höhe des Hauses mit der Nummer zwölf eine provisorische Bushaltestelle eingerichtet wurde. Dort fehlte es jedoch an einer Unterstellmöglichkeit, so dass besonders die Kinder des Dorfes, die die Busse im Zuge des Schülertransportes nutzen, beim Warten Wind und Wetter ausgesetzt waren. „Die zuvor genutzte Bushaltestelle in der Lindenstraße wird nur noch von Bussen aus und in Richtung Bergen angefahren, die Nord-Süd-Achse, also die Strecke von Seehausen nach Drackenstedt und umgekehrt, verläuft jedoch über die Hauptstraße“, verdeutlichte Duchstein. Da seitens der Stadt Wanzleben keine Möglichkeit gesehen worden sei, diesen Missstand zeitnah zu ändern, wurde im Ortschaftsrat diskutiert ob und wie in Eigeninitiative eine überdachte Haltestelle in der Hauptstraße geschaffen werden könne.

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„Letztendlich wurde unter Beteiligung von Sponsoren und freiwilligem Arbeitseinsatz in Abstimmung mit der Stadt Wanzleben eine neue Haltestelle in Stahlbauweise errichtet“, freute sich Duchstein. Der Korpus wurde von der ortsansässigen Firma Bühring gesponsert und vom Ortschaftsratsmitglied Reinhard Senf und zwei weiteren Helfern in Feierabendarbeit geschweißt und zusammengebaut. Das Verzinken konnte durch Vermittlung von Han- fried Duchstein über die Firma Hydraulik Seehausen als weiteren Sponsor organisiert werden und die Trapezbleche zur Beplankung der Konstruktion hat Ortschaftsrats- und Stadtratsmitglied Daniel Scheibe vom Landwirtschaftsbetrieb Dreileben GbR übernommen.

„Wir wollten mit dem Bau des Buswartehäuschen erreichen, dass unsere Kinder nicht Wind und Wetter ausgesetzt sind“, verdeutlichte Daniel Scheibe. „Allen Sponsoren und Helfern sagen wir herzlichen Dank für die uneigennützige Unterstützung“, freute sich Hanfried Duchstein bei der Einweihung des neuen Buswartehäuschens für den Erfolg der Aktion.