Osterweddingen l Die Planungen für das IGEK laufen bereits auf vollen Touren. So kam jüngst eine Arbeitsgruppe im Büro des Bürgermeisters Jörg Methner (SPD) zusammen, um inhaltliche Akzente zu setzen und die IGEK-Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 30. März, vorzubereiten.

„Die Frage, die uns alle beschäftigt, ist doch: Wo wollen wir hin? Dafür wollen wir die Bürger mitnehmen und rufen dazu auf, sich mit Vorschlägen in die konzeptionelle Arbeit einzubringen“, betonte Methner und fügte hinzu: „Wichtig ist, dass die Leute auch wirklich kommen, anstatt sich im Nachhinein zu beschweren.“ Lars Appelt von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt brachte es auf den Punkt: „Die Bürger sollen direkt sagen, was sie wollen und was nicht.“ Er wird die konzeptionelle Arbeit am IGEK die kommenden Monate maßgeblich begleiten. „Unsere Aufgabe besteht darin, Fragen zu stellen und die daraus resultierenden Ergebnisse zu strukturieren“, erklärte Appelt.

Aktuelle Version soll her

Laut der Gemeindeverwaltung war ein IGEK bereits im Jahr 2012 erarbeitet worden. Nun soll einen neue, aktuelle Version her, die die wichtigsten Herausforderungen der kommenden Jahre definiert. „Außerdem ist das Konzept als Fördervoraussetzung für EU-, Bundes- und Landesmittel sehr wichtig. Die Behörden, die darüber entscheiden, werden in unser IGEK schauen und feststellten, ob das Förderprojekt tatsächlich zu uns passt oder nicht“, erklärt Fred Fedder, der Büroleiter des Bürgermeisters.

Dafür sollen Leitbilder erarbeitet werden, die Eingang in das IGEK finden. Insbesondere die demografische Entwicklung, Vereine und die Strukturen in der Bürgerschaft, Bauen und Wohnen, soziale Infrastruktur, Wirtschaft mit Handel und Nahversorgung sowie Landwirtschaft und Standortmarketing, Verkehr und Umwelt sowie Energie und Klimaschutz sind nur einige Themenbereiche, die sich im IGEK wiederfinden werden.

Workshops für Bürger

Zum weiteren Ablauf erklärte Lars Appelt, dass nach der Auftaktveranstaltung am 30. März zunächst öffentliche Begehungen in die Ortschaften sowie Workshops organisiert würden. „Wir wollen direkt von den Bürgern wissen, was gut ist und was sie als negativ empfinden. Dabei ist uns schon bewusst, dass das Dorfleben unbedingt erhalten bleiben muss, um die Menschen zum Hierbleiben zu bewegen. Wir müssen ihnen was bieten“, betonte er. Außerdem fügte er hinzu: „Von außen betrachtet ist in der Gemeinde schon Vieles auf dem richtigen Weg, gerade wenn ich die Entwicklung der Wehren und das Vereinsleben betrachte. Das muss mit dem IGEK weitergeführt und fortentwickelt werden.“

Außerdem werde es immer wieder zu Gesprächen innerhalb der Lenkungsgruppe kommen. Diese ist bereits gegründet und besteht neben Vertretern der Gemeindeverwaltung aus Holger Mühlisch von der Landkreisverwaltung, Eckhard Groß von der Regionalen Planungsgemeinschaft Magdeburg, Pfarrer Raimund Müller-Busse, Heike Winkelmann von der Landgesellschaft und ihrem Kollegen Lars Appelt. „Außerdem haben wir Beate Prange vom Landesamt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten mit ins Boot geholt, als taktischen Schachzug“, erklärte Fred Fedder.

Mit einer ersten Entwurfsvorlage des IGEK rechnen die Macher für November dieses Jahres. Für Februar ist die Veröffentlichung der finalen Version geplant, wobei das IGEK im Grunde genommen nie fertig sein und immer wieder aktualisiert werden wird. Etwa 77 000 Euro an Haushaltsmitteln sind für die Erarbeitet des Konzeptes eingeplant.

Zur IGEK-Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 30. März, sind alle Sülzetaler in die Festhalle Altenweddingen eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.