Abbenrode (ru) l Feuerwehr, Rettungsdienst und Ärzte kämpfen um sein Leben - doch der Mercedes-Fahrer verstirbt noch an der Unfallstelle.

Der tragische Verkehrsunfall hat sich am Sonntag, 9. Juli, auf der Kreisstraße zwischen Abbenrode und Stapelburg gegen 19 Uhr ereignet, als der Pkw von der Straße abgekommen und im Graben gelandet war. „Vermutlich verlor der Fahrer aus gesundheitlichen Problemen die Kontrolle über seinen Wagen“, teilt Michael Lumme, Pressechef bei der Freiwilligen Feuerwehr Abbenrode, der Volksstimme mit.

Junger Retter zuerst am Unfallort

Wie Michael Lumme weiter schildert, wurden die Feuerwehr in Abbenrode und Stapelburg um 19.07 Uhr von der Leitstelle Harz alarmiert und zu einen „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ gerufen. An der Unfallstelle eingetroffen, befand sich der Pkw Mercedes im Straßengraben und noch eine Person in dem Auto.

Ein Junge der Jugendfeuerwehr Abbenrode sei zufällig mit dem Fahrrad an der Unfallstelle vorbeigekommen und habe unverzüglich mit der Reanimation des Fahrers begonnen, bis die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst eintrafen. Sie lösten den jungen Brandschützer sofort ab und führten die Reanimation fort. „Dabei arbeiteten Rettungsdienst und Feuerwehr Hand in Hand. Von den Einsatzkräften und Polizei wurde die Frau des Fahrers inzwischen betreut.“

Wiederbelebungsversuche erfolglos

Da sich die Fahrertür nicht öffnen ließ, sei mittels Lufthebesatz das Fahrzeug vorsichtig angehoben worden. Mit Stufenblöcken und Unterbauhölzern sei das Fahrzeug gesichert worden. Lumme: „Mit der geöffneten Fahrertür konnte der Fahrer besser erreicht werden, die Reanimation unterstützte inzwischen eine Notärztin des Rettungsdienstes Goslar.“

Leider blieben alle Versuche und Anstrengungen erfolglos, der Fahrer verstarb an der Unfallstelle. „Schockiert mussten die Einsatzkräfte die Reanimation einstellen und realisieren, dass alle Anstrengungen erfolglos geblieben sind.“ Michael Lumme und die Kameraden packten Ausrüstung und die Geräte zusammen und verließen gegen 20.15 Uhr die Unfallstelle.

Kein alltäglicher Einsatz für Feuer

Noch am Abend im Gerätehaus sei der Einsatz ausgewertet worden. Michael Lumme: „Für alle Feuerwehrkameraden war dies kein alltäglicher Einsatz.“ Zum Glück stehe für die Verarbeitung solch tragischer Erlebnisse ein Kriseninterventionsteam zur Verfügung, das auch den Angehörigen helfe.