Barleben l Das in Sachsen-Anhalt erste Energieeffizienznetzwerk für Kommunen hat nach fast einjähriger Vorbereitungsphase seine Arbeit aufgenommen. In Barleben trafen sich jetzt die Netzwerkteilnehmer zu einer Auftaktveranstaltung.

Teilnehmende Kommunen sind neben der Gemeinde Barleben als Initiator die Stadt Wolmirstedt, die Stadt Oebisfelde-Weferlingen, die Verbandsgemeinde Elbe-Heide, die Gemeinde Niedere Börde, die Gemeinde Rogätz, die Gemeinde Möser, die Gemeinde Flechtingen und die Gemeinde Bülstringen.

Wissenschaftlich begleitet wird das Netzwerk von der RKW Sachsen-Anhalt GmbH, ein Unternehmen, das zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik agiert und dessen Kernkompetenzen der Wissenstransfer und die Vermittlung ausgewiesener Fachexpertisen sind. Die Projektphase beträgt drei Jahre.

Für seine Arbeit hat das Energieeffizienznetzwerk eine nichtrückzahlbare Zuwendung in Höhe von 195 000 Euro vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erhalten. Zuzüglich der Eigenmittel steht für das Netzwerk ein Gesamtbudget von 330 000 Euro zur Verfügung.

Straßenbeleuchtung wird unter die Lupe g

In den nächsten drei Jahren werden in den teilnehmenden Kommunen Bestandsaufnahmen der Energieverbräuche und Vor-Ort-Analysen vorgenommen, um unter energetischen und finanztechnischen Gesichtspunkten Optimierungspotenziale aufzuzeigen. Konkrete Schwerpunkte sind unter anderem die Erstellung von detaillierten Straßenbeleuchtungskatastern, die Erstellung von Energieausweisen für öffentliche Gebäude, Weiterbildungen für kommunale Energiebeauftragte und die Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln für Vorhaben in der Energieeffizienz.

Ziel des Energieeffizienznetzwerkes für Kommunen ist es, die Gesamtenergiekosten aller Netzwerkpartner zu senken und somit direkt eine Verbesserung der Liquidität zu bewirken, hieß es. Vor dem Hintergrund der Umweltbelastung will das Netzwerk eine Reduzierung der Kohlendioxid-Immissionen um zehn Prozent erreichen.