Dahlenwarsleben l Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Breitband des Landkreises Börde hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Breitbandausbau „zukunftstauglich in die Tat umzusetzen“. Wie sich die Arge das vorstellt, hat Projektsteuerer Holger Haupt am Dienstag dem Hauptausschuss der Niederen Börde und Gästen erläutert. Die Gemeinde ist eine von zehn, die sich in der Arge zusammengeschlossen haben. Dazu gehören auch Barleben, Wolmirstedt, Elbe-Heide, Sülzetal, Oschersleben, Flechtingen, Oebisfelde-Weferlingen, Wanzleben und die Westliche Börde.

Ziel ist es, das Glasfasernetz im Bördekreis in den nächsten Jahren auszubauen und damit die Technik mit Kupferkabeln abzulösen. Wo bisher teilweise nur die Grundversorgung mit einer Datengeschwindigkeit von 2000 Kilobit pro Sekunde gewährleistet ist, sollen dann Geschwindigkeiten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde möglich sein – mit einem nach oben offenen Ende, erklärte Holger Haupt.

Die mit Mitteln vom Bund geförderte Planungsphase, in der jedes Haus in jeder Gemeinde erfasst worden sei, ist bereits abgeschlossen, sagte er.

Die Ergebnisse sind laut Projektkoordinator allen Kommunen im Kreis, auch den dreien, die nicht Mitglied der Arge sind, zur Verfügung gestellt worden. Nun sollen beim Bund weitere Fördermittel beantragt werden – insgesamt knapp 83,5 Millionen Euro.

Für den Ausbau des Glasfasernetzes in der Niederen Börde sind laut Planung rund 12,2 Millionen Euro Investitionskosten veranschlagt. Würden die Fördermittel bewilligt werden, bliebe ein Eigenanteil von etwa 3,7 Millionen Euro. Für diese Summe müsste die Gemeinde einen Kredit aufnehmen, der laut Holger Haupt über eine langfristige Pacht durch den künftigen Netzbetreiber wieder hereingeholt werden soll.

„Der springende Punkt ist: Wie geht die Kommunalaufsicht damit um?“, stellte Erika Tholotowsky, Bürgermeisterin der Niederen Börde, nach den Ausführungen von Holger Haupt als Frage in den Raum. Die Gemeinde befindet sich in der Haushaltskonsolidierung und ist zum Sparen angehalten. Der Hauptausschuss entschied sich dafür, die Beschlussvorlage, in der die weitere interkommunale Zusammenarbeit für das Breitband-Projekt geregelt ist, als Empfehlung an den Gemeinderat weiterzuleiten. Dessen Mitglieder treffen sich das nächste Mal am 25. Oktober.