Barleben l Eltern müssen nun tiefer in die Tasche greifen, wenn es um das Betreuungsgeld für den Nachwuchs geht. Das Jugendamt des Landkreises hat zugestimmt, dass die Gemeinde Barleben die Elternbeiträge auf 30 statt zunächst geplante 40 Prozent der verbleibenden Kosten nach Abzug aller Zuschüsse festlegt.

Zuerst andere Summe veranschlagt

Schon seit Monaten wird in der Gemeinde über die Beiträge diskutiert. Ursprünglich wurde im Jahr 2016 aufgrund des Haushaltskonsolidierungskonzeptes eine Erhöhung der Elternbeiträge auf 40 Prozent vom Gemeinderat beschlossen. Zum Ende 2016 gingen jedoch Eltern auf die Barrikaden. Im März 2017 stellte die CDU-Fraktion sowie die Fraktion FWG/Piraten einen Antrag, die Elternbeiträge zu begrenzen, da die ursprünglich geplanten Summen die Eltern unverhältnismäßig belasten würde. Nach diesem Antrag beschloss der Gemeinderat, die Elternbeiträge auf 30 Prozent anzuheben. Dagegen legte Gemeindebürgermeister Ulrich Keindorff Widerspruch ein, um finanziellen Schaden von der Gemeinde abzuwenden, der Landkreis stimmte dem per Verfügung zunächst zu. Ende April beauftragte der Gemeinderat den Bürgermeister, gegen diese Verfügung in Widerspruch zu gehen, weil die kommunale Selbstverwaltung durch die Verfügung beeinträchtigt sei. Der Landkreis stimmte dem Ende vergangener Woche zu.

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