Wolmirstedt l Der Neujahrsempfang ist für Sonnabend, 11. Februar, kommenden Jahres geplant. Stadträte, Vertreter ortsansässiger Unternehmen, Vereine, Institutionen und Verbände sowie Bürgermeister der umliegenden Gemeinden sollen auf Einladung der Stadt miteinander ins Gespräch kommen und Kontakte knüpfen. Dieser Neujahrsempfang ist außerdem der Rahmen, den höchsten Ehrenpreis der Stadt, die Heilige Katharina, zu vergeben. Doch bisher ist noch kein Vorschlag für einen Preisträger im Rathaus eingegangen.

Bereits im vergangenen Jahr war niemand für würdig genug befunden worden, diesen höchsten Ehrenpreis der Stadt zu erhalten. In diesem Jahr können noch Vorschläge eingereicht werden. Laut städtischer Richtlinie läuft die Zeit dafür noch bis zum 31. Dezember.

Wer mit der Heiligen Katharina geehrt wird, muss sich außergewöhnlich und herausragend um die Entwicklung der Stadt oder das Wohl der Einwohner verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Otto Zeitke, Alfred Wiese, Dr. Ernst Riemann und Sabine Böttcher.

Die heilige Katharina wurde zum höchsten Ehrenpreis der Stadt auserkoren, weil die Dame als Schutzpatronin das Stadtwappen Wolmirstedts ziert. Der Legende nach soll sie im vierten Jahrhundert in Alexandrien gelebt haben und eine standhafte Christin gewesen sein. Ihre Unbeugsamkeit brachte Katharina in die Folterkammer und sie wurde schließlich enthauptet. Als Zeichen ihres Märtyrertods trägt sie das zerbrochene Rad und das Schwert bei sich.

Vorschläge für Ehrenpreisträger können aus der Mitte des Stadtrates, von den Ortsbürgermeistern oder vom Bürgermeister unterbreitet werden. Bürger, die gern jemanden mit der Katharina geehrt wissen möchten, müssen sich mit ihrem Vorschlag direkt an den Bürgermeister wenden. Die endgültige Entscheidung über die Ehrung trifft der Hauptausschuss hinter verschlossenen Türen.

Die Tonskulptur der Heiligen Katharina wurde in mehreren Ausführungen in der Ziegelei Hundisburg gefertigt und ist bereits im Rathaus vorhanden. Auf die Stadt kämen bei einer Preisvergabe lediglich kosten für die Gravur des Schildes zu, außerdem ist der Preis mit 250 Euro dotiert.

Noch sieht es so aus, als würde dieses Geld in diesem Jahr im Topf bleiben. Als Sparmaßnahme wollen die Stadträte die Nicht-Vergabe jedoch auf keinen Fall verstanden wissen. Sie gehen eher sorgfältig mit der Preisverleihung um, so wie es in der Richtlinie gefordert wird. Dort steht: „Für die Verleihung ist ein strenger Maßstab anzulegen, um eine Entwertung der Auszeichnung zu verhindern.“

Einsparungen beim Neujahrsempfang werden trotzdem diskutiert. Kurt Prilloff (CDU)sieht diese jedoch eher bei der Musik. Dafür waren mehrere hundert Euro geplant worden, von denen Kurt Prilloff 500 Euro einsparen wollte. Er setzt auf regionale Künstler, die für das dann noch verbleibende Geld musizieren würden. Dieser Idee folgten die Hauptausschussmitglieder.

Stimmen aus dem Stadtrat, die den Neujahrsempfang ganz aus dem Jahresprogramm streichen wollten, haben sich in der Vergangenheit nicht durchgesetzt. UWG-Stadtrat Klaus Mewes, der zu den Kritikern gehörte, hat seine Ablehnung stets mit der knappen Haushaltslage begründet. Die Mehrheit der Stadträte sowie der Bürgermeister setzen jedoch auf diesen Anlass, da er der Kontaktpflege dient und damit zum Wohl der Stadt genutzt werden kann.

Der Programmablauf am 11. Februar 2017 soll sich an die Abläufe der vergangenen Neujahrsempfänge anlehnen. Demnach wird der Stadtratsvorsitzende die Gäste begrüßen, der Bürgermeister blickt in der Ansprache auf das vergangene Jahr zurück und umreißt die Aufgaben des folgenden Jahres, es gibt die Möglichkeit Grußworte zu halten und verdiente Bürger auszuzeichnen.

Selbst wenn die heilige Katharina auch beim Neujahrsempfang 2017 nicht vergeben wird, so besteht dennoch die Möglichkeit, Bürger mit dem goldenen oder silbernen Stadttaler zu ehren. Für diese Vorschläge gilt keine Frist.