Wolmirstedt l Seit zehn Jahren hat die Gerhard-Schöne-Schule eine Partnereinrichtung im israelischen Beit Uri. Alle zwei Jahre besuchen sich die Einrichtungen gegenseitig, in der Nacht zu Montag kommt eine Gruppe aus Israel in Wolmirstedt an. „In anderen Ländern gibt es andere Sitten, das erfahren so auch unsere Schüler“, sagt Schulleiterin Dagmar Lupu. Altersunterschiede und Sprachbarrieren würden beim Zusammentreffen der Gruppen keine Rolle mehr spielen. „Sie können so Erfahrungen sammeln, die man sonst im Alltag gar nicht hat“, erklärt die Schulleiterin.

Ein weiteres Argument für die Partnerschaft mit der israelischen Einrichtung sei, dass gerade Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen finanziell nicht besonders gut dastehen, erklärt auch Eckart Frey, Vorsitzender des Fördervereins der Schule. Flugreisen wie die mit der Schule nach Israel seien oft nicht machbar. „Darum freuen wir uns sehr, dass uns unter anderem Bürgermeister Martin Stichnoth, Landrat Hans Walker und einige andere Personen des öffentlichen Lebens finanziell unterstützen“, sagt er. Am Freitag kam noch die Landtagsabgeordnete Kristin Heiß (Die Linke) mit einem Spendenscheck über 300 Euro für den Förderverein vorbei.

Der Verein kann das Geld gut für die kommenden Aktivitäten gebrauchen. Auf die israelischen Gäste wartet ein abwechslungsreiches Programm.

Kalihalde und Spaßbad

Gemeinsam mit den Wolmirstedter Schülern werden sie Gedenkstätten besuchen, Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung machen und auch den Spaß auf einer Sommerrodelbahn, beim Eisessen und im Spaßbad nicht zu kurz kommen lassen. Auch die Kalihalde in Zielitz werden die Besucher aus Israel zu Gesicht bekommen, dazu gehört auch eine Stadtrundfahrt in Magdeburg zum Ablaufplan des Besuchs. Am 30. April geht es dann für die israelischen Besucher wieder nach Hause.

Dagmar Lupu freut sich schon auf die kommende Woche: „Für uns und unsere Schüler wird das sicher sehr aufregend und wir werden gemeinsam viel erleben.“