Samswegen l Trainieren die Samsweger Freizeitsportler in ihrer Turnhalle, sind derzeit je Stunde zehn Euro fällig, auf dem Sportplatz 13 Euro. Ab 2018 sollen die Nutzunggebühren für die Sportstätten noch einmal steigen. Hatten die Gebühren bereits vor der Beschlussfassung des Gemeinderates in der Jahresmitte für Aufregung gesorgt, regt sich nun erneut Widerstand. Auf Initiative der „Rockwichtel“ – einer Mutter-Kind-Tanzgruppe des Samsweger Spiel- und Sportvereins (SSV) – ist eine Petition ins Leben gerufen worden.

„Wir wollen auf uns aufmerksam machen und das Thema zurück in die Politik bringen“, erklärt Alexandra Cop, Vorsitzende des SSV, im Gespräch mit der Volksstimme. Sie sehe die Nachwuchsarbeit – aktuell trainieren rund 120 Kinder im Verein – gefährdet und wünsche sich mehr finanzielle Unterstützung durch Land und Bund. Anfragen für Gespräche mit Innenminister Holger Stahlknecht und dem Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens seien gestellt.

In ihrem Herzen würden zwei Herzen schlagen, sagt Alexandra Cop. Als Gemeinderatsmitglied wisse sie um die Zwangslage der Gemeinde, die freiwilligen Leistungen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung auf maximal zwei Prozent aller Ausgaben aus laufender Verwaltungstätigkeit zu senken. „Die Gemeinde kann gegen die Vorschriften des Kommunalabgabengesetzes nichts tun“, sagt sie. Auf der anderen Seite steht der Breitensport. „Es muss etwas kommen, damit die Basisarbeit funktionieren kann“, betont Alexandra Cop an Land und Bund gerichtet.

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Des Weiteren möchte der SSV, dass die Gebührenkalkulation in die Hand genommen wird. „Unsere Turnhalle ist die teuerste“, beklagt Alexandra Cop. Entsprechende Gespräche mit der Verwaltung und die gemeinsame Suche nach einer Lösung würden bereits laufen.

Für die Petition hoffen die Initiatoren auf 1800 Unterschriften. Die Listen liegen aus.