Dessau/Zerbst l Im November lag die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Dessau-Roßlau-Wittenberg wie im Vormonat bei 8,6 Prozent. „Aufgrund der stabilen Wetterlage blieb der saisontypische Anstieg aus“, bemerkte Sabine Edner bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen. Die Agenturchefin bezog sich mit ihrer Aussage vor allem auf die Männer, die häufiger in Außenberufen arbeiten und witterungsbedingt zum Ende des Jahres entlassen werden.

Unterdessen seien Frauen oft in Verkaufs- und Handelsberufen tätig, die zur Weihnachtszeit ihr Hauptgeschäft haben. Hinzu kam, dass sich die Nachfrage nach Arbeitskräften im November weiter erhöhte. Auch die Zahl die jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren sank. Einzig der Bestand an arbeitssuchenden Männern und Frauen über 55 Jahren stieg im Vergleich zum Oktober an. Es müsse noch mehr gelingen, auch ältere Arbeitslose – ebenso wie Langzeitarbeitslose – auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren, meinte Sabine Edner. „Hier gilt es auch, Vorurteile abzubauen“, betonte sie.

Bitterfeld am stärksten

Die geringste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk wies die Geschäftsstelle Bitterfeld mit 6,9 Prozent auf. Negativer Spitzenreiter war der Raum Köthen mit 10,4 Prozent. Zerbst lag genau dazwischen: Hier erhöhte sich die Quote um 0,1 auf 9,3 Prozent. Insgesamt waren damit 1038 Personen arbeitslos gemeldet.

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