Zerbst l Es sollte ein schöner Spaziergang werden, den Winfried Grubel mit seiner Frau im Zerbster Waldfrieden machen wollte. Als er an der Ecke Brauereiweg in Richtung Kiesgrube neben einem ausgebrannten Autowrack zwei Kühlschränke stehen sah, die jemand dort illegal entsorgt haben muss, sei er sprachlos gewesen. „Benutzt das jetzt jemand als Mülldeponie?“, sagte er am Lesertelefon der Volksstimme und fragte sich, wie lange Autowrack und Kühlschränke dort wohl noch stehen werden.

Ungewöhnlicher Ort

Der Zerbster Ortswehrleiter Steffen Schneider erinnert sich gut an die Nacht vom 9. März, in der er und seine Kameraden zu dem brennenden Auto am Waldfrieden gerufen wurden. „Ungewöhnlich fanden wir den Ort“, erinnert er sich. So sei es schließlich eine ziemlich verlassene Ecke.

Diese Umstände sprechen unter anderem auch laut Revierkommissariatsleiter Frank Krehan für eine vorsätzliche Brandstiftung. „Die Polizei wurde um 1.08 Uhr über das brennende Fahrzeug in Kenntnis gesetzt, ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Brandstiftung wurde eingeleitet“, informierte Krehan auf Anfrage der Volksstimme.

Durch die kriminaltechnische Untersuchung des abgebrannten Fahrzeuges habe die Polizei bereits die Fahrgestellnummer herausgefunden, das ermögliche eine Recherche zum letzten Fahrzeughalter – diese Ermittlungen dauern derzeit an, so Krehan.

„Wenn der Halter des Autos ermittelt ist“, so Krehan, „wird er von der Stadt angeschrieben und bekommt eine Frist zur Beseitigung des Autos.“

Um die Entsorgung der neben dem Fahrzeug illegal abgestellten Kühlschränke kümmere sich laut Ordnungsamtsamtsleiterin Kerstin Gudella die Stadt.