Zerbst l Rund 1,6 Millionen Euro investiert die Deutsche Bahn in die Erneuerung der insgesamt fünf Durchlässe auf der Strecke zwischen Zerbst und Güterglück. Die vorhandenen Rohre für die Gewässer zweiter Ordnung und zur Ableitung von Oberflächenwasser befinden sich inzwischen in einem schlechten Zustand und müssen ausgetauscht werden. Mit den neuen Bauwerken soll eine dauerhafte und wartungsarme Konstruktion geschaffen werden, welche die volle betriebliche Nutzung der elektrifizierten Strecke gewährleistet, erklärt Bahnsprecher Jörg Bönisch.

Alte Durchlässe werden abgerissen

Wie er schildert, findet an den betreffenden Stellen ein Rückbau der Gleise statt, bevor der alte Durchlass abgerissen und die Baugrube geschaffen wird. „Im Anschluss erfolgt die Herstellung der Gründungssohle und das Einheben der Fertigteile mittels mobilem Autokran“, informiert Bönisch. Schließlich wird alles aufgefüllt und mit dem Wiederaufbau der Gleise begonnen.

Um die mit der Maßnahme verbundenen Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, wird rund um die Uhr im 24-Stunden-Betrieb an allen Durchlässen parallel gearbeitet. Denn aufgrund der notwendigen Arbeiten bleibt die Bahnstrecke zwischen Güterglück und Rodleben bis Montag voll gesperrt. Für Zugreisende ist zwischen Gommern und dem Hauptbahnhof Dessau ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Zu beachten ist die teils frühere Ankunfts- beziehungsweise spätere Abfahrtzeit der Busse. Aushänge an den Bahnhöfen informieren über die aktuellen Fahrpläne.

Darüber hinaus müssen Anwohner der Strecke mit Lärmbelästigungen rechnen. Die Rüttelplatten zum Verdichten des Erdreiches erzeugen mit am meisten Krach – diese Arbeiten sollten jedoch bis heute Abend abgeschlossen sein. „Ähnlich verhält es sich beim Stopfen der Gleise ab dem 4. Dezember“, blickt Jörg Bönisch auf die lärmintensivsten Phasen.

Hier finden sich die Fahrplanänderungen für die Strecke Gommern – Dessau.