Zerbst l Etwa 20 Quadratmeter misst der Raum, der sich in einen gemütlichen Rückzugsort verwandeln soll. Hausaufgaben sollen darin gemacht werden können, aber auch kleine Vorleserunden stattfinden, wie Birgit Brandtscheit erläutert. Sie leitet die Zerbster Kindertafel, die für notwendige umfassende Sanierung des Zimmers nun einen ersten größeren Zuschuss erhielt.

Mit 1000 Euro unterstützt NP das Vorhaben. Eine Filiale des Lebensmitteldiscounters befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft. „Mir persönlich ist die Kindertafel sehr wichtig. Hier kann man direkt helfen“, erklärt Marktleiterin Annemarie Heidecker. Gemeinsam mit Mathias Beckmann, dem betreuenden Bezirksleiter der Edeka-Minden-Hannover, und Heiko Bönig vom Vorstand der Konsumgenossenschaft Burg-Genthin-Zerbst überbringt sie am späten Freitagnachmittag den symbolischen Scheck.

Beschäftigung

Zu der Zeit herrscht gerade fröhliches Gewusel bei der Kindertafel. Bis zu 30 Mädchen und Jungen nutzen das Angebot, die Altersspanne reicht vom Säugling bis zum 18-Jährigen. Auch der Nachwuchs von Flüchtlingsfamilien aus dem Iran und Afghanistan mischt sich unter die deutschen Sprösslinge.

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Berührungsängste gibt es nicht. Im Gegenteil. Gemeinsam wird gespielt und gebastelt. Auf vielfältige Weise finden die Kinder und Jugendlichen Beschäftigung, können sich beim Tretautofahren austoben oder beim Anfertigen von dekorativen Fledermäusen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die Aufsicht übernehmen die Mütter und Omas.

Komplettsanierung

Mittendrin die „gute Seele“ der Einrichtung: Birgit Brandtscheit. Sie hat nicht nur ein offenes Ohr für den Nachwuchs. Mit Energie und Herzblut ist sie stets bemüht, wichtige Projekte ins Rollen zu bringen. Die Rundumsanierung des zukünftigen Ruheraums gehört dazu.

„Dieser muss erstmal komplett entkernt werden“, erklärt die ehrenamtlich tätige Leiterin der Kindertafel. Die Decke müsse runter, der Teppich raus und die Tapete ab, listet sie auf. „Der Fußboden ist uneben. Da werden wir eine Firma benötigen“, bemerkt sie. Auch bei der Decke müssen Fachleute ran. Schritt für Schritt soll das Vorhaben realisiert werden. Die 1000 Euro sind eine gute finanzielle Basis, werden aber wohl nicht ausreichen.

Zumal auch der Bastelraum hergerichtet werden soll. „Der Fußboden muss ebenfalls raus“, erzählt Birgit Brandtscheit von den hygienischen Anforderungen. Da auf dem Boden Babys herumkrabbeln, müsse dieser wischbar sein, erläutert sie.

Weitere Unterstützung ist deshalb jederzeit willkommen. Eine Möglichkeit stellt die Pfandbon-Aktion der NP- und Edeka-Märkte in Zerbst dar. Die Kunden werden dort gebeten, ihren Flaschenpfand zu Gunsten der Kindertafel zu spenden.