Magdeburg l Das war ihm der Stress wert: Mit unvergesslichen Eindrücken ist Erwin Bugar, Präsident des Fußball-Verbandes Sachsen-Anhalt (FSA), vom Blitzbesuch zum WM-Finale Deutschland gegen Argentinien in Rio de Janeiro zurückgekehrt.

Sonnabendnachmittag Start der Lufthansa-Sondermaschine ab Frankfurt, Sonntagfrüh nach elf Stunden Flug Ankunft in Rio, Ausflug zur Christus Statue, Stadtbummel mit Baden an der Copacabana, Finalbesuch, direkt danach Rückflug nach Frankfurt - so sah das Programm von Bugar aus, der sich in prominenter Gesellschaft befand. Etwa zwei Drittel der übrigen Landespräsidenten waren der Einladung des DFB ebenfalls gefolgt, ferner Sportgrößen wie DOSB-Präsident Alfons Hörmann, Generaldirektor Michel Vesper, TV-Moderator Johannes B. Kerner oder Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer dabei.

"Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis man all das Erlebte verarbeitet hat. Aber es hat sich gelohnt", fasste Bugar zusammen und fügte schmunzelnd hinzu: "Ich wäre auch zum Polarkreis mitgeflogen ..."

Besonders angetan hatte es ihm die Statue in 700 Meter Höhe: "Dieser Blick - Wahnsinn! Links das Maracana-Stadion, rechts die Copacabana und der Zuckerhut. Man hätte stundenlang dort oben bleiben können", schwärmte der 62-Jährige, der es sich bei seinem ersten Brasilien-Aufenthalt nicht nehmen ließ, auch in die Fluten zu springen. "Es ist ja derzeit Winter dort und das Wasser mit schätzungsweise 22, 23 Grad richtig erfrischend", berichtete der FSA-Chef, den nicht zuletzt die Atmosphäre, die gelöste Stimmung in der Stadt und die gelungene Organisation tief beeindruckt hatte.

Ja, und dann das dramatische Finale. "Das neue, hochmoderne Maracana-Stadion ist alleine schon Gänsehautfeeling pur", so Bugar, der wie alle anderen Deutschen zunächst zittern musste. "Aber je länger die Partie dauerte, desto optimistischer wurde ich. Und als es zur Verlängerung kam, war ich mir sicher, dass wir es schaffen", sagte der 62-Jährige, der all die Feierlichkeiten in der Arena noch mitnahm, ehe es retour ging und im Flieger Zeit für Gespräche mit dem neben ihm sitzenden Vorstandsvorsitzenden von Eintracht Frankfurt, Heribert Bruchhagen, blieb.

Nun setzt Bugar darauf, dass der WM-Titel auch ein wenig auf Sachsen-Anhalt abfärbt: "Die Mitgliederzahlen waren zuletzt leicht rückläufig. Ich hoffe, gerade im Nachwuchs gibt es jetzt Zuwachs."