Magdeburg l Es wird Zeit, sagte Jacob Bagersted, dass "die Serie fertig wird". Die Serie hält nämlich auch nach seiner Empfindung viel zu lange. Es ist die Serie der Füchse, die seit zehn Bundesliga-Punktspielen nicht mehr gegen den SCM verloren haben. Bagersted hat ja noch nie ein Pflichtspiel absolviert gegen die Berliner, aber trotzdem ist er bereits vom Derbyvirus infiziert. "Das ist ein ganz besonderes Spiel", bestätigte der 27-jährige Kreisläufer vom SCM, dessen Hauptaufgabe gegen die Füchse am heutigen Mittwoch in der Getec-Arena (20.15 Uhr) wohl vornehmlich in der Abwehr liegen wird.

Vor allem mitreden kann indes Bartosz Jurecki, der sein insgesamt 15. Duell gegen die Füchse bestreitet und mit dem das letzte siegreiche am 3. März 2009 in der Berliner O2-World 28:21 endete. Ja, das war ein schöner Moment, erinnerte sich Jurecki, aber "seitdem haben wir nicht mehr gepunktet, das ist auch traurig für das Publikum", erklärte der 35-Jährige. Heute soll sich das ändern - wieder einmal. Und Jurecki weiß, dass es dann auf Nuancen ankommen wird, nur auf einige Prozente mehr in allen Elementen - wie so oft in diesem Vergleich.

"Wir müssen besser werden in der ersten und zweiten Welle und in der schnellen Mitte", sagte Jurecki mit Rückblick auf den jüngsten Sieg (30:23) in Bietigheim. "Da hat bei uns nicht alles gut geklappt, aber wir hatten mit Dario gerade in der zweiten Hälfte einen sehr guten Rückhalt." Und egal, ob Quenstedt oder der wiedergenesene Jannick Green das Tor hütet, "ihre Leistung wird gegen die Füchse wichtig sein". Wie auch eine aggressive Defensive, "das ist das Rezept", so Jurecki. Zwar fehlt den Berlinern Abwehrchef Denis Spoljaric (Handfraktur) und Linksaußen Fredrik Petersen (Knie), aber seit zwei Wochen ist der starke Regisseur Bartlomiej Jaszka wieder dabei. Ihm gilt besondere Obacht. Denn es heißt auch für Jurecki: "Es wird Zeit für einen Sieg."