Leipzig (dpa) l Die Spiele des insolventen VFC Plauen in der Fußball-Regionalliga Nordost müssen vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) laut einer Einstweiligen Verfügung des Landgerichtes Berlin vom Donnerstag bis zur Klärung in der Hauptsache gewertet werden.

Dem VFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon gelang somit ein erster juristischer Erfolg gegen den NOFV, nun will der Rechtsanwalt auch die Zwangsabstiegsregelung kippen. "Ja, die Klage geht nächste Woche zu Gericht", sagte er dem MDR.

Der NOFV hatte sich in einem Präsidiumsbeschluss gegen eine Wertung der Partien mit VFC-Beteiligung ausgesprochen und auch auf die DFB-Spielordnung verwiesen. Mit dieser Entscheidung hielt sich der NOFV allerdings nicht an einen Vergleich, den er mit dem Insolvenzverwalter geschlossen hatte, machte bezüglich der Rückwärtsrolle bei der Punktwertung "kommunikative Missverständnisse" geltend.

Das Landgericht verwies nun in seiner Begründung aber eben auf diesen Vergleich. Dieser könne im Sinne von Paragraf 779 BGB nicht einseitig von dem Vertragspartner geändert werden.

Der 1. FC Magdeburg muss laut Gerichtsbeschluss die Spitzenposition in der Regionalliga also wieder abgeben. Mit den Partien des VFC Plauen in der Wertung führt Wacker Nordhausen, das beim Start nach der Winterpause 4:0 gegen Plauen gewann, mit 36 Zählern vor dem FSV Zwickau mit 34 Punkten. Der FCM (32 Zähler) ist dann Dritter.