Winterberg (dh) l Der Riesaer Pilot Nico Walther und seine Anschieber Marko Hübenbecker, Andreas Bredau (beide Mitteldeutscher SC) sowie Christian Poser (SC Potsdam) liegen bei der Bob-Weltmeisterschaft in Winterberg auf Medaillenkurs: Nach zwei von vier Läufen am Sonnabend belegt das Team den vierten Platz mit nur 16 Hunderstelsekunden Rückstand auf den führenden Oskars Melbardis (Lettland). "Wir werden versuchen, uns noch weiter nach vorne zu ackern", blickte der 28-jährige Hübenbecker auf die zweite Halbzeit des Wettbewerbs am Sonntag voraus.

Auch der 26-jährige Kevin Korona (MSC) darf bei seiner ersten WM überhaupt mit Pilot und Titelverteidiger Maximilian Arndt (Oberhof) auf Edelmetall hoffen. Das Team belegt Rang derzeit zwei vor Francesco Friedrich (Oberbärenburg). Am Sonntag werden ab 15.05 Uhr die beiden letzten Wertungsläufe gestartet.

Der erste Tag in der Königsdisziplin begann mit einem Festival der Bahnrekorde. 22 Teams hatten die sechseinhalb Jahre alte Bestmarke (54,54 Sekunden) von Deutschlands ehemaligen Vorzeigepiloten André Lange (Oberhof) unterboten bis pulverisiert. Aktuell hält nun Friedrich den Rekord auf der 1330 Meter langen Bahn mit 15 Kurven mit 53,69 Sekunden.

Und weil nach sechs Grad am Sonnabend die Temperaturen am zweiten Wettkampftag auf zwölf Grad steigen sollen, rechnen alle Beteiligten sogar mit noch schnelleren Zeiten. "Dann wird sich endgültig die Spreu vom Weizen trennen", erklärte Walther-Anschieber Bredau. Derzeit beträgt der Rückstand zwischen Spitze und Platz zehn keine Sekunde.