Kannenstieg. Praktischer Politiker-Schwenk in eine ruhigere Zukunft am Magdeburger Ring: Gestern gegen 14.15 Uhr hoben Oberbürgermeister Lutz Trümper und Landesumweltminister Hermann Onko Aeikens mittels Kran die erste Betonplatte für die neue Lärmschutzwand ein.

Damit starteten sie offiziell das bislang größte Lärmschutzprojekt an Magdeburgs wichtigster Entlastungsstraße. Es ist 3,9 Millionen Euro teuer und wird etwa 1500 Anwohnern bessere Lebensqualität bescheren. Finanziert wird das Großprojekt aus Mitteln des Bundes-Konjunkturpakets II.

"Das Leben am Ring wird für Bewohner der Hans-Grundig-Straße, der Otto-Nagel-, der Albert-Schweitzer- und der Lumumbastraße erträglicher", freute sich Oberbürgermeister Lutz Trümper mit den Nutznießern der Lärmschutzwand.

Das Stadtoberhaupt und der Umweltminister hatten vor dem offiziellen Akt die Bedeutung des Bauwerks gewürdigt. Es ist Bestandteil des in den 90er Jahren gestarteten Lärmschutzprogramms für Magdeburg. Hermann Onko Aeikens sagte: "Wo Lärm ist, lässt es sich nicht gut wohnen; Lärm macht krank."

Bereits seit einigen Wochen werden an der neuen Lärmschutzwand im Norden des Magdeburger Rings die Fundamente gesetzt. Die Strecke zwischen den Abfahrten Ebendorfer Chaussee und Ziolkowskistraße ist deshalb nur einspurig befahrbar.

Die künftige Wand wird sich zu beiden Seiten des Rings auf einer Länge von je 850 Meter erstrecken. Sie wird über 7 Meter hoch. Die zur Fahrbahn abgewinkelten Enden kanalisieren den Schall und bringen so die gewünschte Wirkung.

Bis Ende Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen sein

Es handelt sich hier um die zunächst letzte Investition zum Lärmschutz am Ring, teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Bislang wurden an der Cochstedter, Goslarer, Albert-Vater- und Ackerstraße sowie in Höhe Adelheidring, Lorenzweg sowie Lübecker Privatweg derartige Wände und Wälle errichtet. Die Investitionen beliefen sich auf rund 3 Millionen Euro.