Altstadt. Der Südverbinder am Kulturhistorischen Museum wird voraussichtlich im Mai dieses Jahres als Rohbau fertig sein.

Das erklärte Uwe Korb, stellvertretender Chef des städtischen Fachbereiches Museen (früheres Museumsamt), gestern auf Volksstimme-Nachfrage. Inzwischen hat der wegen archäologischer Grabungen und extremer Wetterbedindungen längere Zeit stagnierende Bau Fortschritte gemacht.

Es fehle noch das abschließende 5. Geschoss, das mit der Traufkante des Altbaus abschließt, sagte Korb. Danach könne der Innenausbau einsetzen. Dieser Tage sollen wieder die Betonarbeiten starten.

Die Museumsmitarbeiter als Nutzer des 4-Millionen-Euro-Projektes hoffen dringend auf anhaltend gutes Bauwetter. Der Stadt Magdeburg als Bauherrin sitzt ohnehin die Zeit im Nacken. Grund: Das Vorhaben aus dem Konjunkturprogramm II muss zum Jahresende komplett fertig sein einschließlich der Schlussrechnung. Es sei denn, eine Verlängerung greift. "Wir setzen auf die Inbetriebnahme bereits etwa ab November", sagte Uwe Korb. Das Museum will den Südverbinder baldmöglichst nutzen.

Derzeit stellt sich das Gebäude als nackter Betonkörper dar. Dieser werde jedoch mit einer Vorhangfassade ausgestattet, hieß es. Geplant sind dunkelgraue Faserzementplatten in Kombination mit Metall. Von einer Sandsteinfassade wurde aus Kostengründen Abstand genommen. Der Anbau war nach Eröffnung des Kaiser-Friedrich-Museums (1906) geplant gewesen, scheiterte aber u. a. wegen der beiden Weltkriege. Mit seiner Verwirklichung als Anbaus im zeitgenössischen Stil wächst die Fläche des Hauses für Sonderausstellungen auf 1200 Quadratmeter. Damit gehört es zu den ganz großen unter den deutschen Museen.

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