Paris (dpa/mr) I Der russische Präsident hat einen, der amerikanische sogar zwei, während der britische Premier immerhin eine Katze hat. Nun ist auch Frankreichs Staatspräsident François Hollande auf den Hund gekommen. Die knapp drei Monate alte pechschwarze Labradorhündin "Philae" streift jetzt durch den Élyséepalast in Paris.

Nach dem spektakulären Auszug von Hollandes langjähriger Lebensgefährtin Valérie Trierweiler gibt es damit wieder eine Première Dame im Élysée. Der 60-Jährige nahm den Welpen als Geschenk von französischen Kriegsveteranen in Kanada zu Weihnachten an.

Hollande setzt damit die Tradition seiner Vorgänger fort: Nicolas Sarkozy hatte mit "Clara", "Dumbledore" und "Toumi" gleich drei Vierbeiner um sich. "Sumo" von Jacques Chirac soll nach dem Auszug aus dem Élysée unter Depressionen gelitten haben. Mit François Mitterrand wurde die Labrador-Hündin "Baltique" so bekannt, dass eine Statue für sie in Soustons an der Atlantikküste geschaffen und Memoiren unter ihrem Namen veröffentlicht wurden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel führt hingegen ihre Amtsgeschäfte ohne Haustier. Bei Staatsbesuchen dürfte sie dagegen besonders beschnuppert werden.